Kaspar Ludwig Rincklake (1800-1871), Kunsttischler in Münster
Mutter:
Fernande Rincklake, geb. Bartels (1808-1878)
Ehefrau:
Therese Rincklake, geb. Reuland, Heirat 10.1867
Kurzbiographie:
1858
Abschluß der Provincial-Gewerbe-Schule Münster
Maurer- und Steinmetzlehre, Münster
1861-1862
Tätigkeit als Zeichner (dabei Schüler von Wiethase) in Köln
ab 1862
Wanderschaft über Frankfurt am Main‚ Speyer, Straßburg/Frankreich, München und Salzburg/Österreich nach Wien/Österreich, dort Tätigkeit als Zeichner bei Friedrich von Schmidt
1866-1876
Bauleiter und selbständiger Architekt (Büro mit C.C. Pickel) in Düsseldorf
1890
Versetzung in den Ruhestand am Collegium Carolium, Braunschweig
ab 1890
Selbständiger Architekt in Berlin
ab 1896
Selbständiger Architekt in Münster
ab 1904
Selbständiger Architekt in Berlin
weitere Mitgliedschaften:
"Kleiderseller"
weitere Informationen:
August Rincklakes Berufung an der Collegium Carolium erfolgte im Zusammenhang mit einer Empfehlung Friedrich von Schmidts.
Zu den Bauten, an denen August Rincklake beteiligt war, gehören u.a.: Planung für den neuen Hauptbahnhof, Braunschweig (1876); Entwurf des Zentral-Justiz-Gebäudes, Braunschweig (1878-1881); Katholisches Krankenhaus St. Marien, Düsseldorf (1866-1871); Katholische Kirche Woltersheim (1900-1903); weitere Kirchenbauten u. a. in Essen und Gustorf sowie Entwürfe für die innere Ausstattung des Kölner Doms.
August Rincklakes Ausscheiden aus dem Lehramt am 01.10.1890 erfolgte aufgrund von Unstimmigkeiten im Lehrerkollegium über seine Professur.
Roland Böttcher / Kristiana Hartmann / Monika Lemke-Kokkelink, Die Architekturlehrer der TU Braunschweig 1814-1995. Braunschweiger Werkstücke 94. Braunschweig 1995, S. 161-164.
weitere Literatur:
G. Ribbrock, August und Wilhelm Rincklake - Historismusarchitekten des späten 19. Jahrhunderts, Bonn 1985 (Denkmalpflege und Forschung, 7)
275 Jahre Rincklake van Endert. Handwerker und Kaufleute in Münster 1681-1956, Münster 1956.
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