Staatsrecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht, allgemeine Staatslehre, politische Wissenschaften
Fachgebiet:
86 Recht
Lebensdaten:
geboren
am
22.02.1891
in
Braunschweig
gestorben
am
17.05.1987
in
Braunschweig
Kurzbiographie:
-1910
Besuch und Abschluss der Reifeprüfung am Wilhelm-Gymnasium Braunschweig
1910-1914
Studium der Philosophie, Philologie und Geschichte, später auch Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten München, Berlin und Kiel
1921-1926
Wissenschaftlicher Assistent an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät Kiel
1926-1937
Leiter der Abteilung Internationales Privatrecht am Institut für Internationales Recht der Kieler Universität, ab 1933 kommisarischer Leiter
01.07.1937-1941
o. Professor in Greifswald, ab 1938 Übernahme des Dekanats der Rechts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät
1941-1945
Professor der Karls-Universität in Prag
akademische Abschlüsse:
Studium
1920
Erstes Juristisches Staatsexamen in Kiel
Promotion
1923
Dr. jur. an der Universität Kiel
Titel der Arbeit: "Theorie und Praxis des Einflusses des Kriegsbeginns auf Staatsverträge"
Habilitation
1925
an der Universität Kiel
Titel der Arbeit: "Samuel Rachel, der Bahnbrecher des völkerrechtlichen Positivismus: ein Beitrag zur Geschichte der Vökerrechtswissenschaft im siebzehnten Jahrhundert"
weitere Mitgliedschaften:
1933
Deutsche Gesellschaft für Völkerrecht
1939
International Law Association
1947
Verein Deutscher Staatsrechtslehrer
1952
Verein für Wissenschaft und Politik
Académie de droit international
weitere Informationen:
Freiwillige Meldung zum Kriegsdienst im Reserve-Infanterie-Regiment beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges mit anschließenden schweren Kriegsverletzungen.
Rühland hatte die Lehrberechtigung für Finanzrecht und für Kirchenrecht seit 1937 inne; er war Mitherausgeber der Zeitschrift für Internationales Recht und der 1944 eingestellten Zeitschrift für Völkerrecht.
Nach Kriegsende kam er als Flüchtling in die westliche Besatzungszone und wohnte zunächst bei seiner Schwester in Braunschweig, dann in Bad Harzburg. 1949 wurde er im Entnazifizierungsverfahren als entlastet eingestuft. Erst Anfang der 1950er Jahre gelang es ihm, eine eigene Wohnung zu finden und seine Familie nachzuholen.
Rühland gehört zu den ersten juristischen Lehrbeauftragten der TU Braunschweig nach Kriegsende.
Gudladt, Katharina (2013): Rechtswissenschaften an der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig. Berlin: BWV Berliner Wissenschafts-Verlag (Braunschweigische Rechtswissenschaftliche Studien), S. 96-99.
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