| 1914-1934 | o. Professor für mittelalterliche Baukunst, seit 1923 für Hochbau und Baukunst |
| Gebäudekunde |
| Ziegelrohbau |
| Industriebau und Hochbau |
| Ländliche Siedlungen |
| Mittelalterliche Baukunst |
| evangelisch-lutherisch |
| Vater: | Carl Mühlenpfordt, Schulinspektor |
| Mutter: | Hermine Mühlenpfordt, geb. Nickel |
| Ehefrau: | Anna Dräger-Mühlenpfordt, geb. Dräger (1887-1984), Heirat 27.12.1909, Kunstmalerin |
| Sohn: | Justus (1911-2000), Dr., Physiker |
| Tochter: | Hanna, geb. 1914 |
| Tochter: | Anke, geb. 1917 |
| Sohn: | Heinrich, geb. 1918 |
| 1896 | Abitur am Humanistischen Gymnasium in Blankenburg |
| 1896-1900 | Studium der Architektur (u.a. bei Constantin Uhde) an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig |
| 1900-1901 | Hilfslehrer an der Herzoglichen Baugewerkeschule Holzminden |
| 1901 | Regierungsbauführer (Preußischer Staatsdienst) bei den Neubauten der Charité in Berlin |
| 1903-1905 | Regierungsbauführer (Preußischer Staatsdienst) (Inventarisierung und Untersuchung der Baudenkmäler in Lübeck) bei der Bauverwaltung der Stadt Lübeck |
| 1905-1906 | Tätigkeit bei der Königlichen Regierung, Potsdam |
| 1906 | Regierungsbaumeister, Kassel und Frankfurt am Main |
| 1907-1914 | Bauinspektor (Hoch- und Wegebauten) in Lübeck |
| 1910 | Technischer Leiter der Heimstätten-Gesellschaft mbH, Lübeck |
| 1918 | Aufnahme in die Herzogliche Baudirektion, Braunschweig |
| 1934 | Entlassung aus dem Lehramt an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig |
| ab 1934 | Werbeleiter der Fa. Dräger-Werke [Firma des Schwiegervaters], Lübeck |
| Studium | 1900 | Regierungsbauführer-Examen an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig |
| Studium | 1906 | Regierungsbaumeister-Examen (ausgezeichnet mit der Schinkel-Medaille) |
| 1919-1921 | Vorstand der Abteilung für Architektur |
| 1921-1923 | Dekan |
| 1925-1928 | Rektor |
| 1928-1932 | Prorektor |
| 1918 | Mitglied der braunschweigischen Prüfungskommission für Baumeister und der Baudirektion |
| 1925 | Berufung ins Oberprüfungsamt des Stadtbaudienstes |
| um 1925 | Bauleiter beim Bau der neuen Institute der TH Braunschweig |
| 1906 | Schinkelmedaille für Preisarbeit (im Rahmen des Regierungsbauführer-Examens) |
| 1910 | Baurat der Stadt Lübeck |
| Eiseners Kreuz I. und II. Klasse | |
| Lübecker Hanseatenkreuz | |
| Braunschweigisches Kriegsverdienstkreuz |
| Um 1900 unternahm Carl Mühlenpfordt – unterstützt von der TH Braunschweig – eine Studienreise nach Paris. |
| Im Zeitraum 1901-1902 leistete Carl Mühlenpfordt Militärdienst. |
| Im Jahr 1906 unternahm Carl Mühlenpfordt eine Studienreise nach Belgien und Holland. |
| Carl Mühlenpfordt nahm 1914 den Lehrstuhl für mittelalterliche Baukunst an, konnte jedoch erst 1918 beginnen. Zuvor war er im 3. Oberelsässischen Infanterieregiment Nr. 171 im Kriegseinsatz und wurde mehrfach für Tapferkeit ausgezeichnet. Er schied Anfang 1918 wegen Typhus als Hauptmann aus. |
| Carl Mühlenpfordt unternahm 1921 eine Südamerikareise in Ausführung eines Bauauftrags für eine Fabrik. |
| Zu den Bauten unter Mitwirkung Carl Mühlenpfordts zählen u.a.: Friedhofsbauten, Lübeck (1906-1910); AOK-Gebäude, Hamburg-Harburg und Braunschweig; Elektrotechnische Institute der TH, Braunschweig; Kirche, Oldenburg (1919-1934); Heimstätten, Industriebauten und Planung für die zerbombte Stadt Lübeck (1934-1944). |
| Im November 1931 geriet Carl Mühlenpfordt erstmals in Konflikt mit dem nationalsozialistischen Volksbildungsminister Dietrich Klagges. Schließlich wurde er durch Beschluss vom Oktober 1933 auf Basis des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums aus dem Staatsdienst entlassen – auch wegen seiner Haltung im "Hochschulkonflikt". |
| Carl Mühlenpfordts Lehre prägte die Braunschweiger Schule in der Architektur. In der Folge wurden in Lübeck und Braunschweig Straßen nach ihm benannt. |
| Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B 7 Nr. 388 (Personalakte). |
| Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. G 14 (Sammlung Mühlenpfordt). |
| Stadtarchiv Braunschweig, H VIII A 3689 |
| W. Gehlhoff, Carl Mühlenpfordt. Rede gehalten auf der Gedächtnisfeier der Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina in Braunschweig am 19. Januar 1946, Braunschweig 1946. |
| Roland Böttcher, Katalog ehemaliger Architektur-Lehrer der Technischen Universität Braunschweig und ihrer Vorgänger, (ms.) Braunschweig 1985, S. 83ff. |
| Michael Wettern, Daniel Weßelhöft, Opfer nationalsozialistischer Verfolgung an der Technischen Hochschule Braunschweig 1930 bis 1945, Hildesheim u. a. 2010 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 5), S. 169-171. |
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GND: 117162787
[GND-Link auf diese Seite: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/gnd/117162787] |