Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Ernst Otto Beckmann"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000025 (abgerufen am 13.03.2026)

Beckmann, Ernst Otto

Dr. phil. habil. Dr. med. h.c.
 
1882-1884 Privatdozent für Chemie und Pharmazie

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1882-1884 Technische Hochschule (1878-1937)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Nahrungsmittelchemie, Chemie ätherischer Öle, Untersuchungen des Isometrie-Verhältnisses von Oximidoverbindungen (Umlagerung von Oximen/"Beckmannsche Umlagerung"), Molekulargewichtsbestimmungen
Fachgebiet:
35 Chemie


Lebensdaten:
geboren am 04.07.1853 in Solingen
gestorben am 12.07.1923 in Berlin
Familie:
Vater: Johann Friedrich Wilhelm Beckmann, Fabrikbesitzer
Mutter: Julie Beckmann, geb. Keusenhof
Ehefrau: Bertha Beckmann, geb. Oertel, Heirat 20.03.1887
Sohn: 1 Sohn
Tochter: 1 Tochter

Kurzbiographie:
Königliches Gymnasium in Leipzig
1870-1874 praktische Tätigkeit in Apotheken in Elberfeld, Aroldsen, Leipzig und Köln
1874-1875 Chemisches Laboratorium von R. Fresenius
1875-1878 Studium der Pharmazie und Chemie an der Universität Leipzig
1878-1879 Studium der Pharmazie und Chemie in Straßburg
1878-1883 Assistent am Chemisch-pharmazeutischen Laboratorium bei Otto an der TH Braunschweig
1883 Assistent bei Kolbe, dann bei Wislicenus und Wilh. Ostwald in Leipzig
1890 a.o. Professor für Chemie an der Universität Leipzig
1892 a.o. Professor und Direktor des Physikalisch-chemischen Institutes an der Universität Gleisen
1892-1897 o. Professor und Direktor des Labors für angewandte Chemie sowie der Untersuchungsanstalt für Nahrungs- und Genussmittel an der Universität Erlangen
1894 Nahrungsmittelchemiker
1897-1912 o. Professor und Direktor des Labors für angewandte Chemie an der Universität Leipzig
1912-1921 Direktor des Kaiser-Wilhelm Institutes für Chemie und o. Professor an der Universität Berlin
akademische Abschlüsse:
Studium 1876 Apothekerexamen
Promotion 1878 Dr. phil. bei Kolbe und Meyer an der Universität Leipzig
Titel der Arbeit: "Über die Oxydation von Dialkylverbindungen"
Habilitation 1882 an der TH Braunschweig
Titel der Arbeit: "Untersuchungen über Aluminate und basische Haloidsalze des Bariums sowie Notizen über Barythydrat und die Haloidsalze des Bariums"
Studium 1894 Nahrungsmittelchemiker

weitere Mitgliedschaften:
Kaiserlich Leopoldinische Akademie der Naturforscher (zeitweise Vorstandsmitglied)
Königlich Sächsische Gesellschaft der Wissenschaften
Preußische Akademie der Wissenschaften (zeitweise Vorstandsmitglied)
Ehrungen:
Dr. med. h.c.
Ehrenmitglied der Chemischen Gesellschaft Leipzig
Ehrenmitglied der Physikalisch-Medicinischen Societät zu Erlangen
Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins in Frankfurt am Main
Ritterkreuz I. KIasse des Königlichen Sächsischen Verdienstordens
Geheimer Hofrat
weitere Informationen:
Aus der Beckmannschen Fabrik entwickelt der Sohn später eine große Schleif- und Polierfabrik.
Entwicklungen: Beckmann-Thermometer, Beckmann-Gefrierapparat, Siedeapparate, Spektrallampe.


Quellen:
Nachruf von Haber in: Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft 56, 1923, S. 81.
Nachruf von Schlenk in: Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaft 1924, S. 104.
Nachruf in: Pharmazeutische Zeitung 68, 1923, S. 551.
Lockemann, Ernst Beckmann (1853-1923), sein Leben und Wirken, in: Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft 61, 1928, S. 86-130.
Internet-Ressourcen:
GND: 116106379

[GND-Link auf diese Seite: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/gnd/116106379]


eingestellt / geändert:
13.03.2017 / 16.08.2023