Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Friedrich Berger"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000026 (abgerufen am 09.12.2025)

Berger, Friedrich

Dr. phil. habil.
 
1934-1937 planmäßiger ao. Professor für theoretische Pädagogik
1937-1941 o. Professor für theoretische Pädagogik
1941-1945 Professor für theoretische Pädagogik

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1934-1936 Technische Hochschule (1878-1937)
1937-1941 Bernhard-Rust-Hochschule für Lehrerbildung (1937-1942)
1941-1945 Lehrerbildungsanstalt (1942-1945)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Pädagogik, Weltanschauung
Fachgebiet:
08 Philosophie
80 Pädagogik


Lebensdaten:
geboren am 04.06.1901 in Archshofen an der Tauber (Creglingen)
gestorben am 14.04.1974
 Konfession:
evangelisch-lutherisch bis 1933, ab 1932 Deutsche Glaubensbewegung

Kurzbiographie:
1908-1916 Volksschule
1916-1922 Volksschullehrerseminar in Künzelsau (Lehramtsprüfung für den württembergischen Volksschuldienst), Realgymnasium (nachträgliches Ergänzungsreifezeugnis)
1922-1924 Lehrer an einer Knabenschule in Korntal bei Stuttgart
1924-1928 Studium der Pädagogik, Philosophie, Psychologie und Physik an den Universitäten Tübingen, Jena und Berlin
1928 Lehrer am Lehrerseminar Nagold
1928 Mitarbeiter Erich Adickes bei der Herausgabe des Kant-Nachlasses, Tübingen
1929-1934 Assistent am Pädagogischen und Psychologischen Institut der Universität Tübingen
1931-1934 Privatdozent an der Universität Tübingen
1937-1938 Geschäftsführender Leiter der Bernhard-Rust-Hochschule
1938-1941 Direktor der Bernhard-Rust-Hochschule
1941 Studienrat
1943 Oberstudiendirektor
1945-1949 Tätigkeit in der Bäckerei seines Bruders Otto Berger, Braunschweig
1954-1968 Lehrer an der gewerblichen und kaufmännischen Berufsschule in Künzelsau und am Staatlichen Berufspädagogischen Institut in Stuttgart
akademische Abschlüsse:
Promotion 26.03.1928 Dr. phil. bei Oswald Kroh an der Universität Tübingen
Titel der Arbeit: "Die Familiennamen der Reichsstadt Schwäbisch Hall im Mittelalter" (nicht veröffentlicht)
Studium 1928 höheres württembergisches Staatsexamen für Volksschulen
Habilitation 22.12.1931 an der Universität Tübingen
Titel der Arbeit: "Menschenbild und Menschenbildung"

akademische Selbstverwaltung:
1934-1937 Direktor des Pädagogischen Instituts
1936-1938 Dekan der Abteilung für Kulturwissenschaften
Funktionen:
1934 Schulungsleiter der SS
1941 Referent für Lehrerbildungsanstalten beim Braunschweigischen Volksbildungsministerium
Stellenleiter der Verwaltungsakademie Braunschweig e. V.
1942 Vorsitzender des Prüfungsausschusses für das Lehramt an Volksschulen
weitere Mitgliedschaften:
1934-1945 SS, ab 1943 Führer der SS-Standarte 49 in Braunschweig
Ehrungen:
30.01.1944 Kriegsverdienstkreuz II. Klasse
Parteimitgliedschaften:
1937-1945 NSDAP
weitere Informationen:
Anlässlich der Einrichtung der Bernhard-Rust-Hochschule kam es u. a. wegen Bergers Propaganda für den Nationalsozialismus zu schwerwiegenden Konflikten zwischen Berger und seinen Kollegen Bernhard Herwig, Karl Hoppe und Ernst Roloff.
während des Krieges war Berger 1941/42 als Eignungsprüfer bei der Luftwaffe in Hannover tätig; im November 1944 Einberufung zur Waffen-SS (Personalstelle des SS-Hauptamtes Berlin).


Quellen:
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B 7 Nr. 220 (Personalakte, 3 Bände).
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 I Nr. 37.
Daniel Weßelhöft, Von fleißigen Mitmachern, Aktivisten und Tätern. Die Technische Hochschule Braunschweig im Nationalsozialismus, Hildesheim u. a. 2012 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 6), S. 172-176.
Internet-Ressourcen:
GND: 1012766330

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13.03.2017 / 17.10.2023