Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "August Richard Helmut von Bracken"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000053 (abgerufen am 12.12.2025)

Bracken, August Richard Helmut von

Dr. phil. Dr. med. habil.
 
1928-1930 Dozent für Psychologie und verwandte Gebiete
1930-1933 Privatdozent für Psychologie
1946-1960 nicht beamteter apl. Professor für Psychologie und Pädagogik

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1928-1933 Technische Hochschule (1878-1937)
1946-1960 Technische Hochschule (1937-1967)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Persönlichkeitspsychologie, Arbeitspsychologie, humangenetische Psychologie, Psychologie des Erwachsenenalters, Psychologie der Erziehung
Fachgebiet:
77 Psychologie
80 Pädagogik


Lebensdaten:
geboren am 21.05.1899 in Saarn bei Mülheim/Ruhr
gestorben am 16.02.1984 in Marburg
 Konfession:
evangelisch-lutherisch

Kurzbiographie:
1917 Gymnasium in Mülheim an der Ruhr, Notabitur
1919-1921 Lehrerseminar in Greiz
1921-1927 Studium der Psychologie, Psychopathologie, Philosophie, Erziehungswissenschaften, Geschichte und Wirtschaftswissenschaften in Münster, Leipzig, Berlin und Jena; Lehrer im Volksschuldienst, u. a. an der Volks- und Hilfsschule in Gera ("Lebensgemeinschaftsschule")
1927-1928 Forschungsstipendium der Notgemeinschaft und Assistent für Psychologie am "Socialhygienischen Untersuchungsamt" Frankfurt am Main
1933-1934 Emigration und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Psychologischen Institut der Gemeinde-Universität Amsterdam/Niederlande
1935-1939 Studium der Medizin in Bonn
1954-1955 a.o. Professor am Pädagogischen Institut Darmstadt
ab 10.1955 Leiter der Lehrgänge zur Ausbildung von Sonderschullehrern in Marburg
1958-1963 Honorarprofessor an der Universität Marburg
1963 o. Professor und Direktor des Institutes für Heil- und Sonderschulpädagogik an der Universität Marburg
1967 Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Studium 1921 1. Lehrerprüfung in Greiz
Promotion 1925 Dr. phil. bei Wilhelm Peters an der Universität Jena
Titel der Arbeit: "Persönlichkeitserfassung auf Grund von Persönlichkeitsbeschreibungen"
Habilitation 1930 an der TH Braunschweig
Titel der Arbeit: "Zur Symptomatik der Bewegungsspur" (unveröffentlicht)
Promotion 1939 Dr. med. an der Universität Bonn
Titel der Arbeit: "Untersuchung an Zwillingen über die quantitativen und qualitativen Merkmale des Schreibdrucks"

weitere Mitgliedschaften:
"Reichsbanner Schwarz Rot Gold"
Berufsverband Deutscher Psychologen
Deutsche Gesellschaft für Psychologie
Foreign Affiliate of the American Psychological Association
Ehrungen:
Bundesverdienstkreuz
1981 Hugo-Münsterberg-Plakette des Bundesverbandes Deutscher Psychologen
Parteimitgliedschaften:
1923-1925 USPD
1925-1933 SPD
1940 NSDAP
weitere Informationen:
1917-1918 Kriegsdienst in bei einer Matrosen-Artillerie-Abteilung in Flandern.
Antrittsvorlesung 1930: "Die psychologische Anpassung der Jugendlichen an das Erwerbsleben"
1932 wurde von Bracken wegen Mitgliedschaft in der USPD und der SPD sowie in der sozialdemokratischen Kampforganisation "Reichsbanner Schwarz Rot Gold" der Lehrauftrag entzogen; 1933 verzichtete er freiwillig auf seine Lehrberechtigung, welche ihm kurze Zeit später auch aberkannt worden wäre.
1939 zum Kriegsdienst eingezogen, ab 1940 im Sanitätsdienst als Truppenarzt in der Kriegsmarine.
1950 Studienreise nach Amerika.
Übersetzungen einiger Arbeiten von Gordon W. Allport.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B7 Nr. 816 (Personalakte).
Helmut von Bracken, in: Ludwig J. Pongratz, Werner Traxel, Ernst G. Wehner (Hrsg.), Psychologie in Selbstdarstellungen, Band 2, Bern u. a. 1979, S. 49ff.
C. Wolf, Verzeichnis der Hochschullehrer der TH Darmstadt. Höhere Gewerbeschule - Technische Schule - Polytechnische Schule - Technische Hochschule, Teil 1: Kurzbiographien 1836-1945, Darmstadt 1977 (Darmstädter Archivschriften, 3).
Nachruf von Lothar Tent in: Psychologische Rundschau 35, 1984, S. 157f
Nachruf von Lothar Tent in: Heilpädagogische Forschung 11, 1984, S. 127-142.
Michael Wettern, Daniel Weßelhöft, Opfer nationalsozialistischer Verfolgung an der Technischen Hochschule Braunschweig 1930 bis 1945, Hildesheim u. a. 2010 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 5), S. 93-95.
Internet-Ressourcen:
GND: 118514164

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13.03.2017 / 17.10.2023