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Eintrag von "Heinrich Friedrich Wilhelm Christian Cordes"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000082 (abgerufen am 05.12.2025)

Cordes, Heinrich Friedrich Wilhelm Christian

Dr. phil. habil.
 
1941-1945 o. Professor für physikalische Chemie und Elektrochemie
1952-1956 Professor zur Wiederverwendung
1956-1972 o. Professor für physikalische Chemie und Elektrochemie
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1941-1937 Technische Hochschule (1878-1937)
1937-1945 Technische Hochschule (1937-1967)
1956-1967 Technische Hochschule (1937-1967)
1968-1972 Technische Universität (seit 1968)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Photochemie, Spektroskopie, Kinetik, Thermodynamik
Fachgebiet:
35 Chemie
33 Physik


Lebensdaten:
geboren am 19.05.1906 in Haspe (Hagen)
gestorben am 12.03.1999 in Hildesheim
 Konfession:
evangelisch-lutherisch

Kurzbiographie:
bis 1925 Volksschule und Oberrealschule in Haspe (Abitur)
1925-1930 Studium der Chemie, Physik und Mathematik an der Universität Göttingen
1930-1931 Assistent und Stipendiat der Deutschen Notgemeinschaft am II. Physkalischen Institut der Universität Göttingen bei J. Franck
1931-1939 Assistent bei Bonhoeffer und Schumacher an der Universität Frankfurt am Main mit kurzer Unterbrechung als Chemiker bei den IG Farben in Ludwigshafen
ab 1936 Dozent für physikalische Chemie an der TH Braunschweig
1939-1941 Vertretung des Lehrstuhls für physikalische Chemie an der TH Braunschweig
1945 Entlassung aus dem Braunschweigischen Staatsdienst
31.03.1972 Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Promotion 29.03.1929 Dr. phil. bei Tammann an der Universität Göttingen
Titel der Arbeit: "Die Quantenausbeute bei der Fotochlorierung des Methans"
Habilitation 1936 an der Universität Frankfurt am Main

akademische Selbstverwaltung:
1941-1945 Direktor des Physikalisch-Chemischen Instituts
1968-1971 Dekan der Naturwissenschaftlich-Philosophischen Fakultät
1956-1972 Direktor des Instituts für physikalische Chemie und Elektrochemie
Funktionen:
1935 kommissarischer Gauunterabteilungsleiter im Gau Hessen-Nassau, Referat Hochschulen und Bibliotheken
Parteimitgliedschaften:
01.06.1932 NSDAP
weitere Informationen:
Während Cordes’ Amtszeit entstand der Institutsneubau in der Hans-Sommer-Straße, ferner wirkte er an der Gründung des Instituts für Molekularbiologische Forschung in Stöckheim mit.
Cordes war kommissarischer Gauunterabteilungsleiter im Gau Hessen-Nassau im Referat für Hochschule und Bibliotheken 1935 und im Wintersemester 1939/40 Gaudozentenbundführer.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 I Nr. 11
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B 7 Nr. 241 (Personalakte).
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 56, 181f.
Chemiker-Zeitung 110, 1986, S. 213.
Mitteilungen der TU Braunschweig, 12, 1977, S. 69.
Mitteilungen der TU Braunschweig, 16, 1981, S. 76.
Daniel Weßelhöft, Von fleißigen Mitmachern, Aktivisten und Tätern. Die Technische Hochschule Braunschweig im Nationalsozialismus, Hildesheim u. a. 2012 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 6), S. 198-201.
weitere Literatur:
Ute Deichmann, Flüchten, Mitmachen, Vergessen. Chemiker und Biochemiker in der NS-Zeit, Weinheim 2001
Michael Grüttner, Biographisches Lexikon der nationalsozialistischen Wissenschaftspoltik, Heidelberg 2004
Internet-Ressourcen:
GND: 117709239

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13.03.2017 / 17.10.2023