Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Hermann Georg Heinrich Dießelhorst"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000095 (abgerufen am 10.12.2025)

Dießelhorst, Hermann Georg Heinrich

Dr. phil. Dr. rer. nat. h.c.
 
1910-1936 o. Professor für Physik
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1910-1936 Technische Hochschule (1878-1937)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Elektrophysik, speziell Elektromagnetismus, Schwingungen, drahtlose Telegraphie
Fachgebiet:
33 Physik


Namensvarianten:
Diesselhorst
Lebensdaten:
geboren am 01.12.1870 in Peine
gestorben am 22.02.1961 in Braunschweig
Familie:
Vater: Emil Dießelhorst, Lederfabrikant
Mutter: Sophie Dießelhorst‚ geb. Schulzen
Ehefrau: Pauline Dießelhorst, geb. Lange
Sohn: Gerhard Dießelhorst, geb. 1911
Tochter: Luise Dießelhorst, geb. 1913
Sohn: Otto Dießelhorst (1915-1944, vermisst)
Sohn: Friedrich Dießelhorst (1916-1943)

Kurzbiographie:
bis 1884 Höhere Stadtschule in Peine
1890 Abitur am Andreas-Realgymnasium in Hildesheim
1890-1895 Maschinenbau-Studium an der TH Berlin-Charlottenburg, dann Studium der Mathematik und Physik an der TH München und Universität Berlin
1894-1898 Assistent und technischer Hilfsarbeiter an der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt Berlin
1898 Assistent für Mathematik bei Lampe an der TH Berlin-Charlottenburg
1900-1903 Assistent bei Max Planck an der Universität Berlin
1907-1910 Dozent für Physik an der Königlichen Kriegsakademie in Berlin
akademische Abschlüsse:
Promotion 08.08.1896 Dr. phil. bei Max Planck an der Humboldt-Universität Berlin
Titel der Arbeit: "Über das Potential von Kreisströmen mit einer Anwendungen auf das Heimholtzsche Elektrodynamometer"

akademische Selbstverwaltung:
1912-1918 Mitglied des Senats
1923-1927 Mitglied des Senats
Funktionen:
1919 Landtagsabgeordneter in Braunschweig
1927 Mitgied des Prüfungsausschusses für Fachschulabsolventen/Immaturenprüfung
1933 Mitglied der Pharmazeutischen Prüfungskommission und der Prüfungskommission für Nahrungsmittelchemiker
Mitglied der Prüfungskommission für das höhere Lehramt
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
1918 Braunschweigischer Hochschulbund
1930 Akademischer Klub Braunschweig
1923 Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts
1933 Braunschweigischer Landesverein für Heimatschutz
1943 Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
Deutsche Physikalische Gesellschaft
Lessing-Bund
Elektrotechnischer Verein
Wissenschaftlicher Beirat der H.-Hertz-Gesellschaft
Geographische Gesellschaft Braunschweig
Ehrungen:
17.11.1915 Ritterkreuz II. Klasse
1933 Gauß-Weber-Gedenkmünze
1945 Ehrensenator der TH Braunschweig
1954 Bundesverdienstkreuz
1957 Dr. rer. nat. h.c. der TH Hannover
Ehrenplakette des Braunschweigischen Hochschulbundes
Parteimitgliedschaften:
1918 Deutsche Demokratische Partei (DDP)
weitere Informationen:
1911 konstruierte Diesselhorst das Galvanometer, das dann von Siemens gebaut wurde; er war ein Schüler von M. Planck.
Im Oktober 1933 wurde Diesselhorst wegen regierungskritischer Äußerungen bei Rektor Horrmann angezeigt und bespitzelt.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1, Nr. 100.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B03, Nr. 14.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B07, Nr. 243 (Personalakte).
Niedersächsisches Landesarchiv Wolfenbüttel, Best. 12 Neu 05 Nr. 6582/3 (Dienstvertrag).
Archiv der elektrischen Übertragung, 4, 1950, S. 529-531 (mit Schriftenverzeichnis)
Elektrotechnische Zeitschrift, 71, 1950, S. 666.
Chemiker-Zeitung 75, 1951, S. 76.
Michael Wettern, Daniel Weßelhöft, Opfer nationalsozialistischer Verfolgung an der Technischen Hochschule Braunschweig 1930 bis 1945, Hildesheim u. a. 2010 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 5), S. 109-110.
Internet-Ressourcen:
GND: 117637424

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13.03.2017 / 16.08.2023