Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Karl Heinrich Friedrich Dötzer"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000101 (abgerufen am 26.05.2026)

Dötzer, Karl Heinrich Friedrich

Dr. jur.
 
1934-1945 Dozent für Rechtswissenschaft
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1934-1945 Technische Hochschule (1878-1937)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Rechtswissenschaft
Grundzüge des Staats- und Verwaltungsrechts, des bürgerlichen Rechts und der sozialen Gesetzgebung
Fachgebiet:
86 Recht


Lebensdaten:
geboren am 28.06.1907 in Braunschweig
gestorben am 12.05.1969 in Braunschweig
 Konfession:
evangelisch-lutherisch

Kurzbiographie:
1926 Abitur an der Gaußoberrealschule in Braunschweig
1926-1929 Studium der Geschichte und Rechtswissenschaft an den Universitäten Marburg und Berlin
1930-1932 Referendar am Oberlandesgericht Braunschweig
ab 1934 Gerichtsassessor am Oberlandesgericht Braunschweig und Mitglied des kirchlichen Dienstgerichts an der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Braunschweig
ab 1934 Land- und Amtsgerichtsrat in Stadtoldendorf
ab 1934 Mitglied des Justizprüfungsamtes am Oberlandesgericht Braunschweig und Gemeinschaftsleiter der Braunschweiger Gerichtsreferendare
ab 1935 Oberlandesgerichtsrat in Braunschweig
1945 Landgerichtsrat im Wartestand
1950 Zulassung als Rechtsanwalt und Notar in Braunschweig
akademische Abschlüsse:
Studium 1930 Erstes juristisches Staatsexamen
Studium Zweites juristisches Staatsexamen
Promotion 1931 Dr. jur. an der Philipps-Universität Marburg
Titel der Arbeit: "Der Empfangsbote"

Funktionen:
1934 Rechtsberater der TH Braunschweig
weitere Mitgliedschaften:
1932-1936 SS
Parteimitgliedschaften:
ab 01.10.1932 NSDAP (seit Anfang 1932 rednerisch und in der Schulung tätig)
weitere Informationen:
Dötzer war Scharführer und Rechtsberater innerhalb der SS und seine juristische Überzeugung entsprach jener der NS-Regierung.
Im Zeitraum 1941-1945 stand Dötzer im Kriegsdienst und befand sich anschließend in britischer Kriegsgefangenschaft.
Während der Nürnberger Prozesse war er als Verteidiger vor amerikanischen Militärgerichtshöfen tätig. Er verteidigte den ehemaligen Präsidenten des Oberlandesgerichts Braunschweig Günter Nebelung sowie den Gesandten und SS-Brigadeführer Edmund Veesemayer.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 I Nr. 103.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B 7 Nr. 524 (Personalakte).
Daniel Weßelhöft, Von fleißigen Mitmachern, Aktivisten und Tätern. Die Technische Hochschule Braunschweig im Nationalsozialismus, Hildesheim u. a. 2012 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 6), S. 206-208.
Internet-Ressourcen:
GND: 12535682X

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eingestellt / geändert:
14.03.2017 / 17.10.2023