Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Rudolf Heinrich August Philipp Franke"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000143 (abgerufen am 12.04.2026)

Franke, Rudolf Heinrich August Philipp

Dr. phil. habil.
 
1896-1898 Privatdozent für Elektrotechnik

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1896-1898 Technische Hochschule (1878-1937)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Fernmeldetechnik, wirkte hier insbesondere in Richtung einer akademischen Ingenieurausbildung; Getriebelehre


Lebensdaten:
geboren am 24.06.1870 in Hannover
gestorben am 11.12.1962 in Bückeburg
Familie:
Vater: Carl H.Ph. F., Fabrikant
Mutter: Constanze F.‚ geb. Marstaller
Ehefrau: 1 Ehefrau
Kinder: 4 Kinder

Kurzbiographie:
Maschinenbau- und Elektrotechnik-Studium an den TH Hannover und Berlin und der Universität Rostock
1894-1895 Assistent am Elektrotechnischen Institut der TH Hannover
1898-1907 Privatdozent für Elektrische Kraftübertragung und Wechselstrommaschinen an der TH Hannover
1898-1904 Inhaber einer Fabrik für elektrische Messgeräte in Hannover
1906-1908 Direktor und Vorstandsmitglied der Mix & Genest AG, Telefon- und Telegraphenwerke in Berlin-Schöneberg
1907 Privatdozent für Instrumenten- und Apparatebau an der TH Berlin
1910 apl. Professor
1920 beamteter a.o. Professor
1922 o. Professor für Fernmeldetech-nik und Feinmechanik
1937 Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Promotion 24.07.1896 Dr. phil. an der Universität Rostock
Titel der Arbeit: "Apparat und Methoden zur Bestimmung der magnetischen Induktion in Eisensorten"
Habilitation 29.07.1897 an der TH Braunschweig

weitere Mitgliedschaften:
Verein Deutscher Ingenieure
Verband Deutscher Elektrotechniker
Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte
Ehrungen:
1960 Ehrensenator der TH Berlin
Gauß-Weber-Denkmünze der Universität Göttingen
Ehrenplakette des Verbands Deutscher Elektrotechniker
weitere Informationen:
1914-1918 ehrenamtlicher Hilfsdezernent im Reichsmarineamt für die Fernmeldeanlagen auf Schiffen.
Franke verfasste 1909 eine "Denkschrift betr. die Einrichtung eines Lehrplans für die Schwachstromtechnik an der Königlichen Technischen Hochschule zu Charlottenburg", die zwei Jahre später Grundlage der Einrichtung des ersten Lehrstuhls für Fernmeldetechnik - ein Begriff der von ihm geprägt wurde - in Berlin war. Motiviert war die Errichtung des Lehrstuhls durch einen Mangel an akademischen Fachkräften in der schwachstromtechnischen Industrie. Ziel war es, Ingenieure für Post und Industrie auszubilden, dementsprechend wurde der Lehrstuhl mit Unterstützung der Reichspost und Industrie eingerichtet.
1920-1931 war Franke Herausgeber der "Zeitschrift für Fernmeldetechnik, Werk und Gerätebau".


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Nsw.: Pog. VIIa
Nsw.: Seidel u.a., S. 69
Nsw.: Trommsdorff 1931, S. 88
Nsw.: GV (1700-1910), (1911-1965)
Nsw.: Kür. 1926-1950
Nsw.: Wer ist wer 1912-1962
Nsw.: N: NTZ 16, 1963, S. 63
sonst: FTZ 3, 1950, S. 359
sonst: NTZ 13, 1960, S. 361f
sonst: ETZ 61, 1940, S. 575
sonst: ETZ 71, 1950, S. 384, 75 Jahre Mix & Genest, S. 13ff
Internet-Ressourcen:
GND: 130558079

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14.03.2017 / 09.11.2023