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Eintrag von "Karl Theophil Fries"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000153 (abgerufen am 13.05.2026)

Fries, Karl Theophil

Dr. phil. habil. Dr. rer. nat. h. c.
 
1918-1938 o. Professor für Chemie
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1918-1938 Technische Hochschule (1878-1937)
Institut:
Chemisches Institut
Lehr- und Forschungsgebiete:
Synthesen auf dem Gebiet mehrkerniger Aromaten (Ermittlung des Bindungszustandes/Doppelbindungsregel)
Fachgebiet:
35 Chemie


Lebensdaten:
geboren am 13.03.1875 in Kiedrich
gestorben am 06.09.1962 in Marburg
 Konfession:
römisch-katholisch
Familie:
Vater: Theophil Fries, Realschullehrer
Mutter: Juliana Fries, geb. Zander
Ehefrau: Emilia Fries, geb. Moesta (gest. 1922)
Ehefrau: Dr. Margarethe Fries, geb. Schürmann (1891-1947), Chemikerin, Lehrerin
Sohn: Hans-Peter Fries, geb. 1927
Tochter: Lieselotte Fries, geb. 1929

Kurzbiographie:
1894 Klinger-Oberrealschule in Frankfurt am Main, Abitur
1894-1898 Studium der Naturwissenschaften, Mathematik und Chemie an der TH Darmstadt und der Universität Marburg
1900-1906 Assistent am Chemischen Institut der Universität Marburg
1906-1912 Privatdozent an der Universität Marburg und Vorsteher der chemischen Abteilung
1912-1914 a.o. Professor an der Universität Marburg
04.03.1938 Emeritierung
1940 Umzug nach Marburg
1942-1950 Unbesoldeter Lehrauftrag an der Universität Marburg
akademische Abschlüsse:
Promotion 02.03.1899 Dr. phil. bei Theodor Zincke an der Universität Marburg
Titel der Arbeit: "Über Ketochloride und Methylenchinone der Stilbenreihe"
Habilitation 1905 an der Universität Marburg
Titel der Arbeit: "Über die Einwirkung von Brom auf aromatische Amine"

akademische Selbstverwaltung:
1918-1938 Vorstand des Chemischen Instituts
1921-1922 Dekan der Abteilung für Chemie und Pharmazie
1924-1926 Dekan der Abteilung für Chemie und Pharmazie
1931-1933 Dekan der Abteilung für Chemie und Pharmazie
Funktionen:
1933 Mitglied der Vorprüfungskommission für Nahrungsmittelchemiker
1934 Mitglied des Pharmazeutischen Prüfungsausschusses
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
1949-1959 Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
Deutsche Chemische Gesellschaft
weitere Mitgliedschaften:
Verband der chemischen Laboratoriumsvorstände
Ehrungen:
1953 Dr. rer. nat. h. c. der TH Braunschweig
Eisernes Kreuz II. Klasse
Ehrenkreuz für Frontkämpfer
Abzeichen für Verwundete
Parteimitgliedschaften:
Deutsche Volkspartei (DVP)
weitere Informationen:
1914-1918 Kriegsdienst in Frankreich (u. a. Ypern/Belgien und Langemark), bis Fries verwundet wurde.
Entdeckung der Umlagerung von Phenylestern in Acylphenole (Fries-Umlagerung/Fries’sche Verschiebung).
Fries veröffentlichte zahlreiche Aufsätze in einschlägigen chemischen Fachzeitschriften, insbesondere in den "Berichten der Deutschen Chemischen Gesellschaft" und in "Liebigs Annalen der Chemie".
Nach einer Auseinandersetzung mit dem Dozentenbundführer reichte Fries wohl gezwungenermaßen 1938 einen Antrag auf Emeritierung aus gesundheitlichen Gründen ein.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 I Nr. 59.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B 7 Nr. 270 (Personalakte).
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B 2, Nr. 53 (Ehrendoktorwürde).
F. Gundlach, Catalogus professorum academiae Marburgensis. Die akademischen Lehrer der Philipps-Universität Marburg von 1527-1910, Marburg 1927.
I. Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis. Die akademischen Lehrer der Philipps-Universität Marburg von 1911-1971, Marburg 1979.
Angewandte Chemie 62, 1950, S. 152.
Lebenslauf in: Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft, 21, 1969, S. 65.
H. Bestian, "Karl Fries", in: Chemische Berichte, 117, Heft 11, Weinheim 1984, S. XXIII-XLI.
Michael Wettern, Daniel Weßelhöft, Opfer nationalsozialistischer Verfolgung an der Technischen Hochschule Braunschweig 1930 bis 1945, Hildesheim u. a. 2010 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 5), S. 122-123.
weitere Literatur:
R. Schmitz, Die Naturwissenschaften an der Philipps-Universität Marburg 1527-1977, Marburg 1978.
Chr. Meinel, Die Chemie an der Universität Marburg seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Ein Beitrag zu ihrer Entwicklung als Hochschulfach, Marburg 1978.
Internet-Ressourcen:
GND: 116808985

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14.03.2017 / 03.05.2024