Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Hermann Friese"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000154 (abgerufen am 14.12.2025)

Friese, Hermann

Dr.-Ing. habil.
 
1938-1939 Vertretung des Lehrstuhls für organische Chemie
1939-1945 o. Professor für Organische Chemie
1955 Professor zur Wiederverwendung
1955-1957 o. Professor für Organische Chemie
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1939-1945 Technische Hochschule (1937-1967)
1955-1957 Technische Hochschule (1937-1967)
Fachgebiet:
35 Chemie


Lebensdaten:
geboren am 29.08.1901 in Spandau
gestorben am 19.07.1985 in Berlin
 Konfession:
evangelisch-lutherisch

Kurzbiographie:
bis 1920 Abitur an der Oberrealschule Berlin-Steglitz
1920-1924 Studium der Chemie an der TH Berlin-Charlottenburg
1924 Assistent am Organischen Institut der TH Berlin-Charlottenburg
1925 Assistent am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin-Dahlem
1928-1930 Stipendiat der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft am Pharmazeutischen Institut der Universität Berlin
1930-1932 Fellow der Rockefeller Foundation an der Universität Zürich/Schweiz
ab 1932 Universität Berlin, Oberingenieur ab 1937 als Dozent
1945 Entlassung (31.05.1945) aus dem Dienst an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig aus politischen Gründen
1957 Emeritierung an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
akademische Abschlüsse:
Studium 1924 Dipl.-Ingenieur an der Technischen Hochschule zu Berlin
Promotion 1924 Dr.-Ing. an der Technischen Hochschule zu Berlin
Titel der Arbeit: "Über den Reaktionsablauf der Claisen’schen Zimtsäuresynthese"
Habilitation 1937 an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin

akademische Selbstverwaltung:
1939-1945 Direktor des Instituts für Organische Chemie
weitere Mitgliedschaften:
1932-1936 SA
1936 SS (SD)
Parteimitgliedschaften:
ab 1932 NSDAP
weitere Informationen:
Ab 1919 aktiv im Freikorps Lüttwitz.
Patente auf dem Gebiet der Chemie des Holzes und des Lignins.
Im Oktober 1941 wurde Friese zur Waffen-SS eingezogen, zuletzt als Sturmbannführer (Major), im Mai 1943 zum Fachführer und Experten für Gaskampf und Gasschutz ernannt. Schon 1936 wurde er mit dem Totenkopfring ausgezeichnet.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 I Nr. 61.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B7 Nr. 271 (Personalakte).
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 44-47, S. 182.
Mitteilungen der TU Braunschweig, 20, Heft 2, 1985, S. 73.
Daniel Weßelhöft, Von fleißigen Mitmachern, Aktivisten und Tätern. Die Technische Hochschule Braunschweig im Nationalsozialismus, Hildesheim u. a. 2012 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 6), S. 225-227.

eingestellt / geändert:
14.03.2017 / 17.10.2023