Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Bernhard Herwig"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000215 (abgerufen am 30.05.2026)

Herwig, Bernhard

Dr. phil. habil.
 
1927-1929 Privatdozent für Psychologie/Psychotechnik
1929-1932 ao./apl. Professor für Psychologie/Psychotechnik
1932-1956 o. Professor für Psychologie/Psychotechnik (persönliches Ordinariat)
1957-1961 o. Professor für Psychologie/Psychotechnik

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1927-1937 Technische Hochschule (1878-1937)
1937-1946 Technische Hochschule (1937-1967)
1957-1961 Technische Hochschule (1937-1967)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Intelligenz-/Eignungstests
Arbeits- und Betriebspsychologie
Fachgebiet:
77 Psychologie


Namensvarianten:
Bernhard Gustav Heinrich
Lebensdaten:
geboren am 09.09.1893 in Berlin
gestorben am 07.01.1974 in Braunschweig
Familie:
Vater: Georg Herwig
Mutter: Betty Herwig, geb. Müller
Ehefrau: Margarete geb. Ackermann, geb. 29.06.1898 (Heirat 08.09.1923)
Tochter: Ingeborg Herwig, geb. 1924
Sohn: Wolfgang Herwig, geb. 1928, Dipl.-Psychologe

Kurzbiographie:
-1912 Luisenstädtische Oberrealschule in Berlin
1912-1916 Mathematik-, Physik-, Philosophie- und Psychologie-Studium an der Universität Berlin
1916-1919 Studium der Fächer Mathematik, Physik, Philosophie und Psychologie an der Philipps-Universität Marburg
1917-1919 Assistent am psychologischen Institut der Philipps-Universität Marburg
1920-1922 Assistent (bei Schlesinger und Moede) am Institut für Industrielle Psychotechnik an der Technischen Hochschule zu Berlin
08./09.1922 Vertretung des Referenten für Heerespsychotechnik (Einrichtung eines psychotechnischen Laboratoriums bei der Inspektion für Waffen und Geräte, Entwicklung von Pioniereignungstests)
1922-1923 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Psychotechnischen Versuchsstelle der Reichsbahn in Berlin
1923-1927 Lehrauftrag für Psychologie/Psychotechnik an der TH Braunschweig
1924-1925 Hilfsarbeiter beim Reichsverkehrsministerium
1937-1940 nebenberuflicher Lehrauftrag für Psychologie an der Bernhard-Rust-Hochschule Braunschweig
1946-1947 Suspendierung (12.01.1946) vom Dienst aus politischen Gründen
1948-1964 Leiter/Begründer der "Forschungsstelle für Berufserziehung und Eignungsbegutachtung" (später Forschungsstelle für Arbeitspsychologie und Personalwesen) der Industrie- und Handelskammer Braunschweig
1961-1963 Emeritierung, Lehrstuhlvertretung bis 1963
akademische Abschlüsse:
Studium 1920 Staatsexamen für das Lehramt an höheren Schulen
Promotion 1919 Dr. phil. bei Jaensch an der Philipps-Universität Marburg
Titel der Arbeit: "Über den inneren Farbensinn der Jugendlichen und seine Beziehung zu den allgemeinen Fragen des Lichtsinns"
Habilitation 1927 an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
Titel der Arbeit: „Psychotechnische Probleme der Industriearbeit" (Gutachter: Moog/Meyenbergs, Thema der Antrittsvorlesung „Psychotechnik und Betriebswissenschaft")

weitere Mitgliedschaften:
1943 Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
1949-1954 Berufsverband Deutscher Psychologen (Vorsitz)
Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher Vereine (Betriebswissenschaftliche Gruppe)
Gesellschaft für Arbeitswissenschaft
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Ehrungen:
1943 Kriegsverdienstkreuz
Ehrenvorsitzendes des Berufsverbandes Deutscher Psychologen
Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für gewerbliches Bildungswesen
weitere Informationen:
Kriegsdienst 1917 beim Jägerbataillon 11 in Marburg.
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges erfolgte die Einberufung zur Wehrmacht als Heerespsychologe beim stellvertretenden Generalkommando Hannover (Personalprüfstelle des Heeres), wo Bernhard Herwig von September 1939 bis Juli 1942 tätig war.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B07 Nr. 815 (Personalakte).
Niedersächsisches Landesarchiv Wolfenbüttel, Best. 12 Neu 9 Nr. 4619.
Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 21, 1969, S. 129f.
Nachruf in: Mitteilungen der TU 9, 1974, H. 2, S. 51.
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 5, S. 61-62, S. 182.
weitere Literatur:
Ulfried Geuter (Hrsg.), Daten zur Geschichte der deutschen Psychologie. Bd. 1: Psychologische Institute, Fachgesellschaften, Fachzeitschriften und Serien, Biographien, Emigranten. 1879 - 1945, Göttingen 1986.
Internet-Ressourcen:
GND: 1067129154

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