Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Robert Karl Friedrich Jaretzky"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000243 (abgerufen am 05.12.2025)

Jaretzky, Robert Karl Friedrich

Dr. phil. habil.
 
1931-1933 a.o. Professor für Pharmakognosie
1933-1946 o. Professor für Pharmakognosie und Botanik
1946-1956 o. Professor für Pharmakognosie
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1931-1946 Technische Hochschule (1937-1967)
1946-1956 Technische Hochschule (1937-1967)
Institut:
1931-1946 Institut für Pharmakognosie
1946-1956 Institut für Pharmakognosie
1933-1945 Botanisches Institut und Botanischer Garten
Lehr- und Forschungsgebiete:
Pflanzenchemie
Zytologie
Phylogenie
Pharmakognosie
Fachgebiet:
35 Chemie
44 Medizin


Lebensdaten:
geboren am 18.10.1900 in Posen (Poznań/Polen)
gestorben am 28.09.1956 in Braunschweig
 Konfession:
evangelisch-lutherisch

Kurzbiographie:
bis 1918 Knabenmittelschule und Viktoria-Gymnasium in Posen (Poznań/Polen)
1919 Abitur am Reform-Realgymnasium in Halle an der Saale
1919 Studium der Jura (nur 3 Monate) an der Vereinigten Friedrichs-Universität Halle-Wittenberg
1919-1921 Ausbildung in der Engel-Apotheke in Dürrenberg (Bad Dürrenberg)
1922-1924 Studium der Pharmazie an der Universität Leipzig und der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin
1924-1925 Studium der Biologie an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin
1925-1930 Assistent am Botanischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
1928 Privatdozent (Vorlesungen über Drogen und Arzneipflanzen) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
1930-1931 Unterricht der Praktikanten in den Kieler Apotheken
1946 Suspendierung (02.01.1946) vom Dienst an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
1946 Wiederberufung (01.11.1946) in den Dienst an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
akademische Abschlüsse:
Studium 1924 Pharmazeutisches Staatsexamen
Promotion 1925 Dr. phil. bei Prof. Gilg im Fach Biologie an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin
Titel der Arbeit: "Beiträge zur Systematik der Polygonaceae unter Berücksichtigung des Oxymethyianthrachinon-Vorkommens"
Studium 1927 Approbation als Apotheker
Habilitation 1928 für die Fächer Botanik und Pharmakognosie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Titel der Arbeit: "Histologische und karyologische Studien an Polygonaceen"

akademische Selbstverwaltung:
1931-1945 Leiter des Pharmakognostischen Instituts
1933-1945 Leiter des Botanischen Gartens und Instituts
1933-1941 Dekan der Abteilung für Pharmazie und Nahrungsmittelchemie
Funktionen:
1943-1945 wissenschaftlicher Beirat der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzen
1949-1952 Mitglied der niedersächsischen Landesgesundheitsrates
Mitglied der pharmazeutischen Prüfungskommission
weitere Mitgliedschaften:
1932 Österreichische Pharmazeutische Gesellschaft (korrespondierendes Mitglied)
1943 Königliche Pharmazeutische Akadadmie Madrid/Spanien
1943 Braunschweigische Wissensgesellschaft
Ehrungen:
1925 Stahlhelmehrenzeichen "Alte Garde"
1935 Ehrenkreuz für Kriegsteilnehmer
1938 Beförderung zum Feldapotheker der Reserve
1943 Kriegsverdienstkreuz
Parteimitgliedschaften:
01.04.1936 NSDAP
weitere Informationen:
Im Jahr 1918 leistete Robert Jaretzky Kriegsdienst beim 6. Grenadierregiment.
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Robert Jaretzky eingezogen, ehe er Ende 1940 wegen wichtiger Aufgaben freigestellt wurde.
Robert Jaretzky war 1932/33 auf bis heute nicht eindeutig geklärte Weise in den "Braunschweiger Hochschulkonflikt" verwickelt.
Nach der Entlassung von Rektor Gustav Gassner wurden Robert Jaretzky dessen Lehrstuhl für Botanik und die Leitung des Botanischen Institutes übertragen, die er 1945 wieder abgeben musste.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B7 Nr. 320 (Personalakte).
Nachruf in: Abhandlung der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 11, 1957, S. 278-280.
Nachruf in: Chemiker-Zeitung 80, 1956, S. 757.
Nachruf in: Pharmazeutische Zeitung 101, 1956, S. 1137.
Nachruf in: Pharmazeutische Zentralhalle 96, 1957, S. 57.
Nachruf in: Deutsche Apothekerzeitung 96, 1956, S. 956.
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 5, 39-40, 184.
Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 21, 1969, S. 75.
Daniel Weßelhöft, Von fleißigen Mitmachern, Aktivisten und Tätern. Die Technische Hochschule Braunschweig im Nationalsozialismus, Hildesheim u. a. 2012 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 6), S. 278-280.
Internet-Ressourcen:
GND: 1066611866

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24.03.2017 / 17.10.2023