Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Carl Walther Nicolai Kangro"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000251 (abgerufen am 24.05.2026)

Kangro, Carl Walther Nicolai

Dr. phil. habil.
 
1930-1936 Privatdozent für Physikalische Chemie und Elektrochemie
1936-1945 apl. Professor für Physikalische Chemie und Elektrochemie
1946-1968 apl. Professor für Physikalische Chemie und Elektrochemie

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1930-1937 Technische Hochschule (1878-1937)
1937-1945 Technische Hochschule (1937-1967)
1946-1968 Technische Hochschule (1937-1967)
Institut:
1945 Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie
1947-1954 Institut für chemische Metallurgie
Lehr- und Forschungsgebiete:
Physikalische Chemie
Elektrochemie
Metallurgie
Lehrauftrag "Mathematik für Chemiker"
Fachgebiet:
35 Chemie


Namensvarianten:
Carl Walter Nicolai
Lebensdaten:
geboren am 25.08.1889 in Riga
gestorben am 30.06.1976 in Braunschweig
 Konfession:
evangelisch-lutherisch, ab 1936 "gottgläubig"
Familie:
Vater: Carl Ferdinand Friedrich Kangro, Universitätsprofessor und Veterinärmediziner
Mutter: Helene Kangro geb. Neumann
Ehefrau: Agnes Elfriede Luise Kangro, geb. Rumpelt, Heirat am 25.07.1915, geschieden am 02.07.1942
Ehefrau: Anna Kangro, geb. Hermanns, verwitwete Schmidt, Heirat am 11.09.1943
Sohn: Sohn, geb. 1916 (Mutter: Elfriede)
Sohn: Sohn, geb. 1917 (Mutter: Elfriede)
Tochter: Tochter, geb. 1919 (Mutter: Elfriede)
Tochter: Tochter, geb. 1942
andere: Mündel, geb. 1925
andere: Mündel, geb. 1929

Kurzbiographie:
bis 1907 Privatunterricht, danach humanistisches Stadtgymnasium in Riga/Lettland (Abitur)
1907-1908 Studium der Chemie an der Technischen Hochschule Riga/Lettland
1908-1913 Studium der Chemie an der Universität Leipzig
1914-1915 Privatassistent bei Prof. Wilhelm Böttger in Leipzig
1915-1919 Assistent am Physikalisch-Chemischen Institut der Universität Leipzig
1919-1923 Assistent (bei Prof. Max Bodenstein) am Institut für physikalische Chemie und Elektrochemie der Technischen Hochschule Hannover
1923-1925 Industriechemiker und Laboratoriumsleiter der Studien-Gesellschaft für elektrische Beleuchtung des Osram-Konzerns
1926-1927 Mitglied der Redaktion des "Gmelin-Handbuch der Anorganischen Chemie"
1927-1937 Oberassistent am Institut für physikalische und Elektrochemie der TH Braunschweig, 1928 mit Lehrauftrag für "Technische Elektrochemie"
1945 Suspendierung (01.11.1945) vom Dienst an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
1946 Wiederberufung (01.09.1946) in den Dienst an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
1954 Versetzung in den Ruhestand
akademische Abschlüsse:
Studium 1911 Chemisches Verbandsexamen an der Universität Leipzig
Promotion 1913 Dr. phil. bei Le Blanc an der Universität Leipzig
Titel der Arbeit: "Das Tyndaliphänomen in Flüssigkeiten"
Habilitation 1930 an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
Titel der Arbeit: "Die physikalisch-chemischen und elektrochemischen Grundlagen eines neuen Verfahrens zur Eisengewinnung, seine Durchführungsmöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit"

akademische Selbstverwaltung:
1945 vertretungsweise Leitung des Instituts für Physikalische Chemie und Elektrochemie
ab 1947 Leiter des Instituts für chemische Metallurgie
weitere Mitgliedschaften:
1938 Mitglied der Amerikanischen Chemical Society
Ehrungen:
Kriegsverdienstkreuz II. Klasse (für kriegswichtige Forschung)
Parteimitgliedschaften:
09.04./01.05.1933 NSDAP
weitere Informationen:
Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde Walther Kangro aufgrund seiner russischen Staatsangehörigkeit in Leipzig festgehalten.
Im Zeitraum 1939-1945 war Walther Kangro Begründer und Leiter einer Versuchsanlage zur Metallgewinnung auf dem Wege der Chlorierung (schon vorher Förderung durch die Deutsche Forschungs-Gemeinschaft); die Versuchsanstalt wurde mit Hilfe des Reichswirtschaftsministeriums aufgebaut und als Rüstungsbetrieb geführt.
Im Jahr 1938 nahm Walther Kangro am 10. Internationalen Kongress für Chemie in Rom (15.-21.5.) teil als vom Reichsministerium für Wissenschaft ernanntes Mitglied der deutschen Delegation.
Walther Kangro hielt folgendes Patent: "Entwicklung von Verfahren zur Gewinnung von Schwermetallen aus Erzen mittels Chlor".


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 I Nr. 248.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B 7 Nr. 327 (Personalakte).
Mitteilungen der TU Braunschweig, 10, Heft 1, 1975, S. 59.
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 56-57, S. 184.
Daniel Weßelhöft, Von fleißigen Mitmachern, Aktivisten und Tätern. Die Technische Hochschule Braunschweig im Nationalsozialismus, Hildesheim u. a. 2012 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 6), S. 284-287.
Internet-Ressourcen:
GND: 114657066X

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