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Eintrag von "Carl Kellner"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000255 (abgerufen am 13.03.2026)

Kellner, Carl

Dipl.-Ing.
 
1930-1935 Honorarprofessor für Gas- und Wasserversorgung und Installation
1945-1961 Honorarprofessor für Gas- und Wasserversorgung und Installation

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1930-1935 Technische Hochschule (1878-1937)
1945-1961 Technische Hochschule (1937-1967)
Fachgebiet:
56 Bauwesen


Lebensdaten:
geboren am 29.11.1876 in Nürnberg
gestorben am 17.06.1961 in Braunschweig
Familie:
Vater: KelIner, Eisenbahninspektor und Bahnamtsvorsteher In Bayern
Ehefrau: Elisabeth Scheffel, (Heirat 23.12.1901)

Kurzbiographie:
-1896 Humanistisches Gymnasium in München
1901-1906 Maschinenbau-Studium an der TH Hannover
1906-1913 Ingenieur für Kanalisation und Wasserwerke der Stadt Hannover
1913 Oberingenieur der Licht- und Wasserwerke der Stadt Braunschweig
1922-1935 Stadtbaurat und Leiter des städtischen Betriebsamtes Braunschweig
1935-1945 Beratender Ingenieur in Westfalen
Mitarbeiter der Zeitschrift "Gesundheitsingenieur"
1945-1947 Mitarbeiter bei der Braunschweiger Stadtverwaltung, Stadtbaurat
akademische Abschlüsse:
Studium 1906 Dipl.-Ing. in Maschinenbau an der TH Hannover

Funktionen:
1918-1923 Versorgung der Stadt Braunschweig mit Brot und Mehl als Vorsitzender des Ausschusses für Brotpreisfestsetzung
-1933 Vorsitzender des Braunschweiger Dampfkesselüberwachungsvereins
Vertreter der Braunschweiger Arbeitgebervebände im Schlichtungsausschuss
weitere Mitgliedschaften:
1909 Hannoverscher Architekten- und Ingenieurverein
Braunschwieger Hochschulbund (Vorstandsmitglied)
Verein Gas- und Wasserfachmänner
Ehrungen:
1946 Ehrensenator der TH Braunschweig
1956 Bundesverdienstkreuz
DRK-Verdienstkreuz
weitere Informationen:
1914-1918 Kriegsdienst.
Ab 1924 erfolgte unter Mitarbeit Kellners der Wiederauf- und Ausbau der Braunschweiger Gas- und Wasserwerke.
Von 1929 an beschäftigte Kellner ständig 12 Absolventen der TH für 2 Jahre als Volontäre im Betriebsamt zwecks Weiterbildung arbeitsloser Ingenieure.
Im Juni 1933 wurde Kellner wegen politischer Unzuverlässigkeit als Stadtbaurat und als Dozent beurlaubt (er hatte sich unter anderem geweigert, 70 Angestellte des städtischen Gaswerkes zugunsten von NS-Kämpfern zu entlassen); 1944 wurden Kellner und sein Sohn als "Mischlinge und nichtarisch Versippte" zu Arbeitseinsätzen eingezogen, Kellners Frau sollte aufgrund ihrer jüdischen Abstammung mit dem letzten Transport ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert werden, entging diesem jedoch und überlebte den Krieg.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B03 Nr. 37.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B07 Nr. 329 (Personalakte).
Michael Wettern, Daniel Weßelhöft, Opfer nationalsozialistischer Verfolgung an der Technischen Hochschule Braunschweig 1930 bis 1945, Hildesheim u. a. 2010 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 5), S. 146-148.
Internet-Ressourcen:
GND: 1034920219

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24.03.2017 / 16.08.2023