Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Theodor Maximilian August Kristen"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000280 (abgerufen am 21.05.2026)

Kristen, Theodor Maximilian August

Dr.-Ing. habil. Dr.-Ing. E.h.
 
1937-1946 o. Professor für Baustoffkunde und technischen Ausbau
1947-1956 o. Professor für Baustoffkunde und Stahlbetonbau
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1937-1946 Technische Hochschule (1937-1967)
1947-1956 Technische Hochschule (1937-1967)
Institut:
1937-1946 Institut für Baustoffkunde (und Materialprüfung)
1947-1956 Institut für Baustoffkunde (und Materialprüfung)
1940-1945 Institut für baulichen Luftschutz
Lehr- und Forschungsgebiete:
Brandschutz
Brandverhalten von Bauteilen
Stahlbetonbau
Fachgebiet:
56 Bauwesen


Lebensdaten:
geboren am 11.06.1888 in Paderborn
gestorben am 07.12.1976 in Braunschweig
 Konfession:
katholisch
Familie:
Vater: Jakobus Martin Kristen, Kataster-Kontrolleur
Mutter: Rosalie Anna Kristen, geb. Boner
Ehefrau: Margarethe Kristen, geb. Peine, Heirat am 30.12.1922
Tochter: Tochter, geb. 1923
Tochter: Tochter, geb. 1926

Kurzbiographie:
1908 Abitur am Humanistischen Gymnasium in Paderborn
1908-1914 Studium des Bauingenieurwesens an der Technischen Hochschule Hannover
1918-1921 Regierungsbaurat bei der Deutschen Reichsbahn
Dipl.-Ing. bei der Eisenbetonfirma Köthenbürger in Paderborn
1921-1922 Wissenschaftlicher Assistent für das Bauinspektionslaboratorium (bei Hoyer und Otzen) am Lehrstuhl für Massivbau und Erd-, Straßen- und Tunnelbau der Technischen Hochschule Hannover
1926-1932 Oberingenieur des Bauingenieurlaboratoriums der Straßenbauforschungsstelle an der Technischen Hochschule Hannover
1931 Privatdozent für Baustoffkunde und Materialprüfung, Hannover
1932-1937 Professor und Leiter der Abteilung für Neue Bauweisen und Luftschutz am Staatlichen Materialprüfungsamt Berlin-Dahlem; gleichzeitig Lehrbeauftragter an der Technischen Hochschule zu Berlin
1946 Suspendierung (09.08.1946) vom Dienst an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
1947 Wiederberufung (01.01.1947) in den Dienst an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
1956 Emeritierung, Institutsvertretung bis 1959, Vorlesungen bis WiSe 1973/74
akademische Abschlüsse:
Studium 1914 Dipl.-Ing. Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Hannover
Promotion 1924 Dr.-Ing. bei Prof. Otzen an der Technischen Hochschule Hannover
Titel der Arbeit: "Beitrag zur Frage des günstigsten Einflusses von feinstgemahlener Hochofenschlacke auf die Festigkeit von Zementmörtel"
Habilitation 1931 an der Technischen Hochschule Hannover
Titel der Arbeit: "Neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der modernen Betonforschung"

akademische Selbstverwaltung:
1937-1945 Direktor des Institutes für Baustoffkunde (und Materialprüfung)
1940-1945 Leiter des Seminars für Luftschutz und des Institutes für baulichen Luftschutz
1949-1956 Leiter der vereinigten Versuchsanstalt für Bauingenieurwesen und Forschungsstelle für Straßenbau und Baustoffprüfungsstelle
1949-1956 Leiter des Instituts für Baustoffkunde und Materialprüfung
1949-1956 Leiter der Abteilung für Architektur in der Fakultät für Bauwesen
1949-1951 Wahlsenator
1951-1953 Dekan der Fakultät für Bauwesen
Funktionen:
1938 Mitglied des Reichssachverständigenausschusses für Material-/Baustoffprüfungen
1964-1968 Ratsherr der Stadt Braunschweig und Leiter des Bauwesenausschusses
Mitglied des Deutschen Ausschusses für Eisenbeton
ab 1950 stellvertretender Direktor des Niedersächsischen Materialprüfamtes Hannover
ab 1951 Sachverständiger und Mitbegründer im Landessachverständigenausschusses für neue Baustoffe und Bauarten
Mitglied verschiedener Normungsausschüsse
Mitglied im Ausschuss für den gesamten baulichen Luftschutz für die Bundesrepublik
Vorsitzender der Wehrbeton-Technischen-Erfahrungsgemeinschaft (Bauten am West- und Atlantikwall, Erfinder der Braunschweiger Bunkerbewehrung)
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
1943 Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
Freie Deutsche Akademie für Bauforschung
weitere Mitgliedschaften:
1933 Stahlhelm
1934 SA
Deutscher Betonverein im Bundesverband der Deutschen Kalkstoffindustrie
Ehrungen:
1914 Eiserne Keuz II. Klasse
1915 Eiserne Kreuz I. Klasse
1953 Großes Bundesverdienstkreuz
1961 Dr.-Ing. E.h. der Technischen Hochschule Hannover
Heinrich-Henne-Medaille des Vereins zur Förderung des deutschen Brandschutzes
Kriegsverdienstkreuz I. und II. Klasse
Parteimitgliedschaften:
ab 1937 NSDAP
weitere Informationen:
Theodor Kristen leistete im Jahr 1910 einjährig-freiwilligen Wehrdienst und im Zeitraum 1914-1918 Kriegsdienst (als Kompanieführer).
Ab 1938 war Theodor Kristen als Leiter des Instituts für baulichen Luftschutz und Sachverständiger für Luftschutzfragen im Reichsluftfahrtministerium einer der wichtigsten Fachleute für Bunkerbauten in Deutschland. Zahlreiche Beschussversuche im Querumer Forst führten zur sogenannten "Braunschweiger Bewehrung", die 1941 vorläufig als einzige Bewehrung für Luftschutzbunker reichseinheitlich zugelassen wurde.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B7 Nr. 344 (Personalakte).
Roland Böttcher, Katalog ehemaliger Architektur-Lehrer der Technischen Universität Braunschweig und ihrer Vorgänger, (ms.) Braunschweig 1985, S. 72.
P. Trommsdorff, Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover 1831-1956, neubearbeitet von H. Rotermund, Hannover 1956, S. 143.
R. Seidel u. a., Catalogus Professorum 1831-1981. Festschrift zum 150jährigen Bestehen der Universität Hannover, Bd. 2, Stuttgart 1981, S. 161.
Mitteilungen der TU Braunschweig 8, Heft 3, 1973.
Mitteilungen der TU Braunschweig 12, Heft 3/4, 1977.
Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 21, 1969 S. 152.
Daniel Weßelhöft, Von fleißigen Mitmachern, Aktivisten und Tätern. Die Technische Hochschule Braunschweig im Nationalsozialismus, Hildesheim u. a. 2012 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 6), S. 296-298.
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 6, 86-88, 184.
Internet-Ressourcen:
GND: 105830933

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24.03.2017 / 16.08.2023