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Eintrag von "Carl Richard Reinhold Lepsius"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000306 (abgerufen am 16.12.2025)

Lepsius, Carl Richard Reinhold

Dr. phil. Dr. chem. h.c.
 
1943-1945 Lehrbeauftragter für Kunststoffe

(Kurzeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1943-1945 Technische Hochschule (1878-1937)
Fachgebiet:
35 Chemie


Lebensdaten:
geboren am 01.06.1885 in Frankfurt am Main
Familie:
Vater: Bernhard Lepsius, Universitätsprofesssor, Direktor der Chem. Fabrik Griesheim Elektron
Mutter: Emma, geb. Pauli
Ehefrau: Regina Röhricht (Heirat 27.9.1928)
Kinder: 2 Kinder

Kurzbiographie:
Goethe-Gymnasium in Frankfurt am Main
1904-1911 Chemie-Studium in Marburg, München, Göttingen und Berlin
Hilfsassistent am Chemischen Institut der Universität Berlin und Assistent am Physikalisch-Chemischen und Elektrochemischen Institut TH Berlin
1912 1. Assistent am Kaiser-Wilhelm-Institut für Kohleforschung in Mülheim an der Ruhr
1921 Preußischer Minister für Handel und Gewerbe und Mitglied des Sprengstoffausschusses
1920-1924 Direktor der Sprengluft-Gesellschaft in Berlin
ab 1924 wissenschaftlich-technischer Berater großer Firmen, zunächst mit Schwerpunkt auf dem Gebiet der Sprengstoffe, seit 1934 auf dem Gebiet der Kunststoffe, nach dem Zweiten Weltkrieg in Stockholm
akademische Abschlüsse:
Promotion 12.08.1911 Dr. phil. bei Emil Fischer an der Universität Berlin
Titel der Arbeit: "Synthese von Polydepsiden der m-Oxybenzoesäure und der Syringasäure"

Funktionen:
1931 Mitglied des Luftschutzbeirates beim Polizeipräsidium Berlin
Mitglied des Reichsausschusses für baulichen Luftschutz
zeitweilig Aufsichtsratsvorsitzender der Verlags-Gesellschaft Rheinhold Kühn A.G.
weitere Mitgliedschaften:
1921 Verein Deutscher Chemiker (Vorstand des märkischen Bezirksvereins)
1931 Verein Deutscher Chemiker (Vorsitz der Fachgruppe Luftschutz)
Deutsche Akademie für Bauforschung
Deutsche Gesellschaft für Holzforschung
1933 Deusche Gesellschaft für Wehrwissenschaften (Fachberat)
Korrespondierendes Mitglied der Königlichen Schweizerischen Akademie der Ingenieurwissenschaften
Korrespondierendes Mitglied des Archäologischen Instituts des Deutschen Reiches
Verband deutscher Ingenieure
Ehrungen:
1938 Dr. chem. h.c. der Universität Sofia/Bulgarien
1914, 1939 Kriegsverdienstkreuz
Eisernes Kreuz I. und II. Klasse
Ernennung zum Reichswirtschaftsrichter
weitere Informationen:
Während des 1. Weltkrieges Tätigkeit im "Hauptquartier für chemisch-technische Frontaufgaben", befasst mit Höhenatmung für Flieger (Sauerstoff), Schmierölen für Flugzeugumlaufmotoren (Voltoöl), Teerdestillation (Marineheizöl), Sprengstoffen für den Minenkrieg (flüssige Luft) und Gasen für Autogenschweißung.
Mitarbeit bei der Zeitschrift Wissen und Wehr.
Verschiedene Patente: für Verfahren zum Besetzen von Bohrlöchern, zum Aufspeichern von in Azeton gelöstem Azetylen.


Quellen:
Internet-Ressourcen:
GND: 136657737

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eingestellt / geändert:
24.03.2017 / 09.11.2023