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Eintrag von "Otto Gideon Lüning"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000322 (abgerufen am 16.12.2025)

Lüning, Otto Gideon

Dr. rer. nat.
 
1913-1928 Dozent für Nahrungsmittelchemie im Nebenamt
1928-1929 ao. Professor für Nahrungsmittelchemie
1929-1933 plm. Professor für Nahrungsmittelchemie

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1908-1933 Technische Hochschule (1878-1937)


Lebensdaten:
geboren am 11.02.1880 in Oster-Ihlienworth (Ihlienworth)
gestorben am 13.05.1953 in Braunschweig
Familie:
Vater: Eugen Friedrich August Georg Lüning, Apotheker
Mutter: Ida Frlederike Johanna L., geb. Meyer
Ehefrau: Anna Knopff
Sohn: 2 Söhne
Tochter: 1 Tochter

Kurzbiographie:
Gymnasium in Lüneburg
1896-1899 Apothekerlehre
-1902 Apothekergehilfe
1902-1904 Studium der Pharmazie, Chemie, Botanik und Nahrungsmittelchemie an der TH Braunschweig
1904-1906 Studium der Pharmazie, Chemie, Botanik und Nahrungsmittelchemie an der Universität Tübingen
1905/1906 Assistent am Chemischen Institut der Universität Tübingen
1906-1907 Chemiker bei Weilerter-Meer in Ürdingen
1907 Apotheker in der Theater-Apotheke Braunschweig
1908/1909 Nahrungsmittelchemie-Studium an der TH Braunschweig
akademische Abschlüsse:
Studium 1903 Apotheker-Staatsexamen in Braunschweig
Studium 1909 Examen als Nahrungsmitteichemiker
Promotion 1906 Dr. rer. nat. an der Universität Tübingen
Titel der Arbeit: "Über die Konstitution zweier isomerer Di-p-Nitro-benzoyloxal-essigester"

akademische Selbstverwaltung:
1912 Leiter der Nahrungsmitteluntersuchungsstelle
1928-1933 Direktor der Nahrungsmitteluntersuchungsstelle
weitere Mitgliedschaften:
1921 Friedensgesellschaft (später Vorsitzender der Ortgruppe Braunschweig)
Ehrungen:
Braunschweiger Kriegsverdienstkreuz am gelb-blauen Bande
Kriegsverdienstkreuz am Nichtkämpferband
weitere Informationen:
Lüning war in der Nahrungsmitteluntersuchungsstelle ein Nachfolger von Professor Heinrich Beckurts.
Im März 1933 wurde Lüning wegen vermeintlichen Verdachts auf Hoch- oder Landesverrat vorübergehend in Schutzhaft genommen und im Rennelberg-Gefängnis interniert.
Auf Grundlage des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums wurde er als Mitglied der SPD und der Deutschen Friedensgesellschaft im Oktober 1933 entlassen; seine im Mai 1935 an den Volksbildungsminister Dietrich Klagges gerichtete Bitte um Wiederbeschäftigung wurde abgelehnt.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B07 Nr. 369
Otto Lüning, Versuch einer Selbstbiographie, St. Gallen 1939.
Michael Wettern, Daniel Weßelhöft, Opfer nationalsozialistischer Verfolgung an der Technischen Hochschule Braunschweig 1930 bis 1945, Hildesheim u. a. 2010 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 5), S. 163f
Internet-Ressourcen:
GND: 1034937510

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24.03.2017 / 09.11.2023