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Eintrag von "Otto Erwin Marx"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000328 (abgerufen am 12.06.2026)

Marx, Otto Erwin

Dr.-Ing.
 
1925-1945 o. Professor für theoretische Elektrotechnik, Hochspannungselektrotechnik und Elektrische Messkunde
1950-1960 o. Professor für theoretische Elektrotechnik, Hochspannungselektrotechnik und Elektrische Messkunde
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1925-1937 Technische Hochschule (1878-1937)
1937-1945 Technische Hochschule (1937-1967)
1950-1960 Technische Hochschule (1937-1967)
Institut:
Institut für Hochspannungstechnik
Lehr- und Forschungsgebiete:
Hochspannungstechnik, insbesondere Lichtbogen- und Stoßspannungsfragen
Fachgebiet:
53 Elektrotechnik


Lebensdaten:
geboren am 15.02.1893 in Mautitz
gestorben am 11.01.1980 in Braunschweig
 Konfession:
evangelisch-lutherisch
Familie:
Vater: Paul Hermann Marx, Lehrer
Mutter: Anna Emilia Marx, geb. Gey
Ehefrau: Susette Charlotte Friederike Marx, geb. Günther (+1972), Heirat am 08.01.1921
Ehefrau: Frieda Anna Karoline Reh, geb. Kliche, Heirat am 25.07.1974
Tochter: Tochter, geb. 1921
Sohn: Sohn, geb. 1923
Tochter: Tochter, geb. 1927

Kurzbiographie:
Volksschule in Zöschau
1903-1912 Realgymnasium in Döbeln (Abitur)
1912-1914, 1918-1920 Studium der Elektrotechnik an der TH Dresden
1920-1921 Assistent bei Prof. Johannes Görges an der TH Dresden
1921 Ingenieur bei der Siemens-Schuckert A.G. in Dresden für 3 Monate
1921-1923 Projektierungsingenieur bei den Staatlichen Elektrizitätswerken in Dresden
1923-1925 Leiter des Hochspannungsfeldes der Porzellanfabrik Hescho in Hermsdorf-Schomburg
1945-1950 Suspendierung
1961 Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Studium 1920 Diplomprüfung in Elektrotechnik an der TH Dresden
Promotion 27.07.1921 Dr.-Ing. bei Johannes Görges an der TH Dresden
Titel der Arbeit: "Bestimmung der Lage des Erdpotentials in Drehstromanlagen"

akademische Selbstverwaltung:
1925-1945 Leiter des Instituts für Hochspannungstechnik
1926-1928 Vorstand der Abteilung für Elektrotechnik
1932-1934 Vorstand der Abteilung für Elektrotechnik
1936-1945 Vorsitzender des Außeninstitutes der TH
1944-1945 Vorstand der Abteilung für Elektrotechnik
1950-1952 Dekan der Fakultät für Maschinenbau
1958-1960 Rektor
1961 Prorektor
Funktionen:
1937 Leiter der Fachgliederung Elektrotechnik im Reichsforschungsrat
1943 Mitglied des Aufsichtsrates der Hermsdorfer Porzellanfabrik Kahla
Gutachtertätigkeiten und wissenschaftliche Beratertätigkeiten von Firmen
Prüfungskommissar am Hindenburg-Polytechnikum in Oldenburg
Staatskommissar des Technikums in Wolfenbüttel
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
1937 Mitglied des Reichsforschungsrates
1943 Braunschweigische Wissensgesellschaft
1951 Vorsitzender des Fachausschusses für Elektrotechnik der Deutsche Forschungsgemeinschaft
weitere Mitgliedschaften:
01.11.1933 SA
Ehrungen:
1954 Dr.-Ing. E.h. der TH Hannover
1963 Dr.-Ing. E.h. der TH Dresden
1966 Ehrenring des Verband der Elektrotechnik
Gedächtniskolloquium zum 90. Geburtstag
verschiedene Kriegsauszeichnungen
Parteimitgliedschaften:
01.05.1937 NSDAP
weitere Informationen:
1914 Kriegsfreiwilliger, Kriegsdienst bis 1918.
Im Zweiten Weltkrieg größtenteils freigestellt für kriegswichtige Forschungsaufgaben, die mit hohen Geldbeträgen und Personal gefördert wurden.
Mitglied der Sängerschaft im Dienste Frankonia Brunonia.
Zahlreiche Patente auf dem Gebiet der Lichtbogen- und Stoßspannungstechnik.
Marx war innerhalb der SA Truppführer und hielt in der zugehörigen Uniform Vorlesungen ab; er zog als erstes Senatsmitglied seine Unterschrift für das für den zurückgetretenen Rektor Gustav Gassner verfasste Entlastungsschreiben zurück.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best A 1 I Nr. 64.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best A 1 I Nr. 223.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best A 1 I Nr. 228.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best A 1 I Nr. 275.
Nachruf in: Mitteilungen der TU Braunschweig 15, Heft 3/4, 1980, S. 79f.
Nachruf: Institut für Hochspannungstechnik, 1980.
Erwin Marx zum 70. Geburtstag. Sonderdruck aus Elektrotechnische Zeitschrift A 84, 1963, S. 97-144.
Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 21, 1969, S. 163.
Mitteilungen der TU Braunschweig 8, Heft 2, 1973, S. 80.
Mitteilungen der TU Braunschweig 13, Heft 3/4, 1978, S. 94.
H. Kärner, Ansprache anläßlich des Gedächtnis-Kolloquiums für Prof. Dr. Erwin Marx am 18.02.1983 in Braunschweig, in: Mitteilungen der TU Braunschweig 18, Heft 2, 1983, S. 48-52.
Helmut Maier, Erwin Marx (1893-1980). Ingenieurwissenschaftler in Braunschweig, und die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der elektrischen Energieübertragung auf weite Entfernungen zwischen 1918 und 1950, Stuttgart 1993.
Daniel Weßelhöft, Von fleißigen Mitmachern, Aktivisten und Tätern. Die Technische Hochschule Braunschweig im Nationalsozialismus, Hildesheim u. a. 2012 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 6), S. 317-320.
Internet-Ressourcen:
GND: 119091275

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24.03.2017 / 13.03.2024