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Eintrag von "August Christian Riekel"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000428 (abgerufen am 14.01.2026)

Riekel, August Christian

Dr. phil. habil.
 
1923-1924 Privatdozent für Philosophie
1924-1926 Privatdozent für Philosophie und Pädagogik
1926-1928 Privatdozent für Philosophie, Pädagogik und Psychologie
1928-1929 a.o. Professor für allgemeine Erziehungswissenschaft
1929-1931 o. Professor für allgemeine Erziehungswissenschaft

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1928-1931 Technische Hochschule (1878-1937)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Lehrerbildung und Schulreform
Pädagogische Strömungen der Gegenwart
Fachgebiet:
80 Pädagogik
81 Bildungswesen
08 Philosophie
77 Psychologie


Lebensdaten:
geboren am 23.09.1897 in Wolfsanger (Kassel)
gestorben am 01.08.1967 in Tutzing

Kurzbiographie:
Oberrealschule in Kassel
1920 Abitur
Studium der Philosophie, Psychologie und Pädagogik (u.a. bei Erich Rudolf Jaensch (Psychologie) und bei Clemens Baeumker (Philosophie)) an den Universitäten Marburg, Göttingen und München
ab 1928 Leitung des berufsschulpädagogischen Instituts in Braunschweig
1930-1931 Leiter des Forschungsinstituts für Erziehungswissenschaften in Braunschweig (maßgebliche Beteiligung bei der Gründung)
1933-1945 Emigration
Bühnen- und Filmautor sowie Dramaturg bei den Filmgesellschaften Ufa, Tobis und Wien-Film
akademische Abschlüsse:
Promotion 1922 Dr. phil. an der Philipps-Universität Marburg
Titel der Arbeit: "Psychologische Untersuchungen an Hühnern. Über den Vergleichsvorgang und damit zusammenhängende Fragen, bes. auch über das Farbsehen der Hühner"
Habilitation 1923 an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig

akademische Selbstverwaltung:
1927-1928 Vorstand der Abteilung für Philosophie und Pädagogik
Funktionen:
Sachverständiger für den Aufbau der Pädagogischen Akademien in Preußen
Berater großer Lehrerorganisationen in Belgien, Frankreich und England
weitere Mitgliedschaften:
Deutscher Lehrerverein
Mitglied im Erziehungsausschuss der Deutschen Liga für Völkerbund
weitere Informationen:
1914-1918 Kriegsdienst.
Nach vorhergehenden Schwierigkeiten wurde August Riekel am 01. Oktober 1933 auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums endgültig entlassen; Verbot einiger Lehrbücher; aus Angst davor als Spezialist in den Osten veschleppt zu werden ging Riekel nach dem Krieg in die Niederlande.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 Nr. 143
U. Geuter (Hrsg.), Daten zur Geschichte der deutschen Psychologie. Bd. I: Psychologische Institute, Fachgesellschaften, Fachzeitschriften und Serien, Biographien, Emigranten 1879-1945. Göttingen u. a. 1986, S. 23.
Uwe Sandfuchs, Universitäre Lehrerausbildung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. Eine historisch-systematische Untersuchung am Beispiel der Lehrerausdsbildung an der Technischen Hochschule Braunschweig (1918-1940). Bad Heilbrunn/Obb. 1978.
H. Hirsch, Lehrer machen Geschichte. Das Institut für Erziehungswissenschaften und das Internationale Schulbuchinstitut. Ein Beitrag zur Kontiunitätsforschung, Kastellann 1971, S. 13ff.
Michael Wettern, Daniel Weßelhöft, Opfer nationalsozialistischer Verfolgung an der Technischen Hochschule Braunschweig 1930 bis 1945, Hildesheim u. a. 2010 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 5), S. 174-176
Internet-Ressourcen:
GND: 116541482

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27.03.2017 / 17.10.2023