Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Ernst August Hermann Roloff"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000437 (abgerufen am 16.06.2026)

Roloff, Ernst August Hermann

Dr. phil. habil.
 
1913-1926 Privatdozent für Neuere Geschichte und Staatsbürgerkunde
1926-1931 apl. Professor für Neuere Geschichte und Staatsbürgerkunde
1931-1945 plm. ao. Professor für Geschichte und Staatsbürgerkunde mit persönlichem Ordinariat
1937-1938 kommissarischer Professor für Deutsche Geschichte und Methodik des Geschichtsunterrichts an der Bernhard-Rust-Hochschule
1946-1953 plm. ao. Professor für Geschichte und Staatsbürgerkunde mit persönlichem Ordinariat

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1913-1920 Technische Hochschule (1878-1937)
1920-1926 Technische Hochschule (1878-1937)
1927-1937 Technische Hochschule (1878-1937)
1937-1938 Bernhard-Rust-Hochschule für Lehrerbildung (1937-1942)
1937-1945 Technische Hochschule (1937-1967)
1946-1953 Technische Hochschule (1937-1967)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Deutschland im Kreise der Weltmächte bzw. die Weltpolitische Lage
Völkisch-rassische Grundlagen der deutschen Kulturgeschichte
Geschichte Braunschweigs
Hochschulgeschichte
Wilhelm Raabe
Fachgebiet:
15 Geschichte


Lebensdaten:
geboren am 20.12.1886 in Braunschweig
gestorben am 14.11.1955 in Braunschweig
 Konfession:
evangelisch-lutherisch
Familie:
Vater: August Roloff, Maurermeister und Bauunternehmer
Mutter: Emma Roloff, geb. Braune
Ehefrau: Erna Ottilie Ida Roloff, geb. Hasselmann, geschiedene Wetterhoff, Heirat am 12.11.1924
Tochter: Tochter, geb. 1924
Sohn: Ernst-August Roloff, Prof. Dr., 28.05.1926-01.11.2017, Historiker, Politikwissenschaftler und Professor an der Universität Göttingen
Tochter: Tochter, geb. 1933
Sohn: Stiefsohn, geb. 1921

Kurzbiographie:
bis 1906 Knabenbürgerschule und Wilhelm-Gymnasium Braunschweig (Abitur)
1906-1910 Studium der Geschichte, Pädagogik und Philosophie, nebenbei Wirtschaftswissenschaften und Soziologie an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin
1910-1913 Assistent des Historikers Max Lenz an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin
1945 Suspendierung (31.10.1945) vom Dienst an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
1946 Wiederberufung (25.01.1946) in den Dienst an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
1953-1955 Emeritierung (02.04.1953), anschließend unbesoldete Vorlesungstätigkeit
akademische Abschlüsse:
Promotion 1911 Dr. phil. bei Max Lenz an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin
Titel der Arbeit: "Abt Jerusalem und die Gründung des Collegium Carolinum"
Habilitation 1913 an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
Titel der Arbeit: "Über die Römischen Briefe vom Konzil"

akademische Selbstverwaltung:
1932-1933 Dekan der 7. Abteilung
1943-1945 Direktor des Geschichtlichen Seminars
1946-1948 Leiter der Philosophischen Abteilung
Funktionen:
1919-1933 Mitglied des Landtages für die Deutschnationale Volkspartei
ab 1919 Geschäftsführer des Braunschweigischen Landbundes
1924-1933 Fraktionsvorsitzender der DNVP bzw. Oppositionsführer im Landtag
1923-1933 wirtschaftspolitischer Berater des Braunschweischen Landbundes
Gründer und Studienleiter der Braunschweigischen Studienakademie (gegründet 1923)
weitere Mitgliedschaften:
Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft (Gründungsmitglied und 1. Sekretär)
Raabe-Gesellschaft (Präsident)
Parteimitgliedschaften:
1918 Deutschnationale Volkspartei (DNVP)
weitere Informationen:
Im Zeitraum 1916-1917 stand Ernst August Roloff im Kriegsdienst beim Infanterieregiment 65.
Im Braunschweigischen Landtag galt Ernst August Roloff als einer der einflussreichsten Vertreter des Bürgertums; gleichzeitig war er Redakteur der Wochenzeitung des überparteilichen Bürgerbundes.
Ernst August Roloff wurde 1927 an der TH Braunschweig mit dem Aufbau eines Geschichtlichen Seminars innerhalb der neugegründeten Abteilung für Kulturwissenschaften beauftragt.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 Nr. 11.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 Nr. 24.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 Nr. 37.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B7 Nr. 428 (Personalakte).
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 5, 11, 60, 142, 185.
Daniel Weßelhöft, Von fleißigen Mitmachern, Aktivisten und Tätern. Die Technische Hochschule Braunschweig im Nationalsozialismus, Hildesheim u. a. 2012 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 6), S. 333-336.
Internet-Ressourcen:
GND: 124869998

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