Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Walther Adolf Roth"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000439 (abgerufen am 25.05.2026)

Roth, Walther Adolf

Dr. phil. habil.
 
1919-1938 o. Professor für physikalische Chemie und Elektrochemie
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1919-1938 Technische Hochschule (1878-1937)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Thermodynamik/Thermochemie, Metallforschung‚ kalorimetrische Messverfahren


Lebensdaten:
geboren am 30.12.1873 in Berlin
gestorben am 29.03.1950 in Braunschweig
Familie:
Vater: Justus Roth, Prof. der Geologie an der Universität Berlin
Mutter: Clara R., geb. Trendelenburg
Ehefrau: Luise Brunner, (Heirat 12.8.1907)
Sohn: 1 Sohn
Tochter: 3 Töchter

Kurzbiographie:
-1891 Askanisches Gymnasium
1891/92- Chemie-Studium an den Universitäten Lausanne/Schweiz, Tübingen und Berlin
1898-1906 Assistent bei Landolt und Nernst am Physikalisch-chemischen Institut der Universität Berlin
1906-1919 a.o. Professor am Chemischen Institut der Universität Greifswald
1918/19 Dozent an der Berliner Handelshochschule
1938-1944 Einrichtung der Thermochemischen Forschungsstelle in Freiburg
1948 Rückkehr nach Braunschweig aus gesundheitlichen Gründen
akademische Abschlüsse:
Promotion 1897 Dr. phil. bei Jahn an der Universität Berlin
Titel der Arbeit: "Über die Absorption des Stickoxyduls in wässerigen Lösungen verschieden dissoziierter Stoffe"
Habilitation 1903 an der Universität Berlin

akademische Selbstverwaltung:
1919-1938 Leiter des Institutes für physikalische Chemie und Elektrochemie
1920-1922 Vorstand der Abteilung für allgemeinbildende Wissenschaft
1927-1929 Dekan der Abteilung für Chemie
1933-1935 Dekan der Abteilung für Chemie
Funktionen:
anerkannter Sachverständiger und Gutachter für Präzisionsmessungen auf thermodynamischem Gebiet
Auftragsforschung für die Industrie
weitere Mitgliedschaften:
1934 Internnationale Thermodynamische Kommission (Vorsitz)
1943 Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
Akademie der Wissenschaften Göttingen (korrespondierendes Mitglied)
Akademie der Naturforscher Halle (koreespondierendes Mitglied)
Verein Deutscher Chemiker
Ehrungen:
1935 Liebig-Medaille des Verein Deutscher Chemiker
weitere Informationen:
1915-1918 Kriegsdienst, zuletzt als Leiter der Zensurberatungsstelle im preußischen Kultusministerium.
In dieser Eigenschaft bereiste Roth 1918 die Westfront und hielt dort Kriegsvorträge über die Bedeutung Elsaß-Lothringens für die deutsche Wirtschaft.
Roths Arbeiten auf dem Gebiet der Metallforschung wurden in den 20er Jahren von der Notgemeinschaft/Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 Nr. 20
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B07 Nr. 431
Nachruf in: Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 2, 1950
Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie 263, 1950
Angewandte Chemie 62, 1950
Zeitschrift für Elektrochemie 44, 1938
Internet-Ressourcen:
GND: 116639237

[GND-Link auf diese Seite: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/gnd/116639237]


eingestellt / geändert:
27.03.2017 / 09.11.2023