Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Martin Viktor Wilhelm Rudolph"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000442 (abgerufen am 16.06.2026)

Rudolph, Martin Viktor Wilhelm

Dr.-Ing.
 
1939-1945 Dozent für "Germanisches Bauwesen"

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1939-1945 Technische Hochschule (1937-1967)
Fachgebiet:
15 Geschichte


Lebensdaten:
geboren am 01.12.1908 in Langenöls/Schlesien (Olszyna/Polen)
gestorben 1992
 Konfession:
evangelisch-lutherisch, ab ca. 1938 "Bund für Deutsche Gotterkenntnis"

Kurzbiographie:
bis 1929 Privatunterricht, dann Realgymnasium in Lüben
1929-1935 Architektur-Studium an der TH Dresden und der TH Braunschweig; während des Studiums zeitweilig journalistische Tätigkeit
Teilnahme an archäologischen Grabungen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen auf Vermittlung seines Lehrers Julius Petersen (u. a. Haithabu und Kaiserpfalz Werla), architektonische Leitung
akademische Abschlüsse:
Studium 1935 Diplom in Architektur an der TH Braunschweig
Promotion 07.1938 Dr.-Ing. bei Professor Julius Petersen an der TH Braunschweig
Titel der Arbeit: "Ausgrabungen in Dithmarschen"

Funktionen:
1938 Leiter der "Forschungsstelle für Vorgeschichtliche Baukunde" als Teil der SS-Forschungsgemeinschaft "Das Ahnenerbe"
1939 Leiter der "Forschungsstätte für germanisches Bauwesen" (Abteilungsleiter im Persönlichen Stab Reichsführer-SS)
weitere Mitgliedschaften:
01.05.1940 SS (Obersturmführer)
Ehrungen:
1943 SS-Ehrenring (Totenkopfring)
Parteimitgliedschaften:
24.10./01.12.1939 NSDAP
weitere Informationen:
Für seine Tätigkeit im Rahmen des SS-Ahnenerbes in Südtirol ab 1940 wurde Rudolph von der TH beurlaubt. Im April 1943 sollte er zur Wehrmacht einberufen werden. Schließlich wurde er der Waffen-SS zugeteilt..


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. N 1 R 143 (Prüfungsakte).
Daniel Weßelhöft, Von fleißigen Mitmachern, Aktivisten und Tätern. Die Technische Hochschule Braunschweig im Nationalsozialismus, Hildesheim u. a. 2012 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 6), S. 339-342.
weitere Literatur:
Markus C. Blaich, Jörg Weber, Im Banne des Zeitgeistes. Hermann Schroller und die Ausgrabungen in der Pfalz Werla von 1936 bis 1939, in: Die Kunde N. F. 59, 2008, S. 147-188.
Michael Wedekind, Kulturkommission des SS-"Ahnenerbes" in Südtirol, in: Ingo Haar, Michael Fahlbusch (Hrsg.), Handbuch der völkischen Wissenschaften, München 2008, S. 356-367.
Internet-Ressourcen:
GND: 127919481

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27.03.2017 / 17.10.2023