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Eintrag von "Ernst Heinrich Wilhelm Schmidt"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000464 (abgerufen am 16.05.2026)

Schmidt, Ernst Heinrich Wilhelm

Dr.-Ing habil. Dr.-Ing. E.h. LL.D. h.c.
 
1937-1946 Lehrbeauftragter für Triebwerklehre
1946-1952 o. Professor für Wärmelehre und Triebwerkslehre
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1937-1952 Technische Hochschule (1937-1967)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Wärmetechnik
Thermodynamik
Untersuchungen von Verbrennungsvorgängen in Motoren
Fachgebiet:
52 Maschinenbau, Energietechnik, Fertigungstechnik


Lebensdaten:
geboren am 11.02.1892 in Vögelsen/Lüneburg
gestorben am 22.01.1975 in München
Familie:
Vater: Ernst Schmidt, Landwirt und Hofbesitzer
Mutter: Magdalene Sch., geb. Voß
Ehefrau: Sophie Rotthammer, (Heirat 12.4.1921)
Sohn: 3 Söhne
Tochter: 2 Töchter

Kurzbiographie:
bis 1910 Realgymnasium in Lüneburg
1910-1914 Studium des Bauingenieurwesens, der Elektrotechnik und der technischen Physik an der Königlich Sächsischen Technischen Hochschule Dresden und der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule München
1918-1919 Studium des Bauingenieurwesens, der Elektrotechnik und der technischen Physik an der Königlich Sächsischen Technischen Hochschule Dresden und der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule München
1919-1923 Assistent am Laboratorium für Technische Physik an der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule München
1920- wissenschaftlicher Berater für industrielle Unternehmen auf dem Gebiet der elektrischen Wärmeerzeugung
1923-1925 Leitung eines industriellen Forschungsinstituts (Forschungsheim für Wärmeschutz e.V.) in München
1925-1937 o. Professor für technische Wärmelehre, Maschinendynamik und technische Messkunde und Direktor des Maschinenlaboratoriums an der Technischen Hochschule Danzig
1937-1945 o. Professor im Reichsdienst und Leiter des Institutes für Motorenforschung an der Luftfahrtforschungsanstalt in Braunschweig-Völkenrode
ab 1952 o. Professor für theoretische Maschinenlehre an der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule München
1960 Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Studium 1919 Dipl.-Ing.
Promotion 1921 Dr.-Ing. bei Knoblauch an der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule München
Titel der Arbeit: "Theoretische und experimentelle Untersuchungen über Entstehung und Dämpfung von Fundamentalschwingungen"
Habilitation 1925 für technische Wärmelehre an der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule München
Titel der Arbeit: "Wärmestrahlung technischer Oberflächen bei gewöhnlichen Temperaturen" (veröffentlicht 1927)

akademische Selbstverwaltung:
-1940 kommissarischer Leiter des Institutes für Triebwerkslehre
1941- Begründer und Leiter des Institutes für Wärmemechanik
1947-1949 Rektor
1952 Dekan der Fakultät für Maschinenbau
weitere Mitgliedschaften:
1937 Deutsche Akademie für Luftfahrtforschung
1937- Verein Deutscher Ingenieure (wissenschaftlicher Beirat und Fachausschuss für Wärmeforschung und Verfahrenstechnik)
1943 BWG
1943 Reichsforschungsrat
1946 Institution of Mechanical Engineers/Großbritannien
1947 American Society of Mechanial Engineers
1958 Bayrische Akademie der Wissenschaften
Deutsche Physikalische Gesellschaft
Ehrungen:
1943 Leipnizpreis (?)
1952 Dr.-Ing. E.h. der TH Aachen
1956 Grashofgedenkmünze des Verein Deutscher Ingenieure
1961 Bundesverdienstkreuz
1961 LL.D. h.c. der Universität Glasgow/Schottland
1962 Ehrenmitglied der Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt
1964 Ludwig-Prandtl-Ring
Eisernes Kreuz I. und II. Klasse
Kriegsverdienstkreuz I. und II. Klasse
weitere Informationen:
1914-1918 Kriegsdienst, 1937-1939 bei der Luftnachrichtentruppe, dann freigestellt für die Forschung.
Zahlreiche Auslandsreisen, unter anderem wurde Schmidt im SoSe 1946 im Auftrag der Militärregierung für 1/2 Jahr nach England berufen.
Schmidts Wahl zum Rektor 1947 musste auf Anordnung der Militärregierung annulliert werden, wobei nicht seine Person, sondern formale Gründe ausschlaggebend waren.
Forschung auf dem Gebiet des Ingenieurwesens.
Verschiedene Patente für Entwicklungen zur Messung von Wärmeflüssen, Isolierverfahren, Membranpumpe, "Schmidt-Number" Sc.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 Nr. 304
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B07 Nr. 455
Luftfahrtwissenschaft und -technik. Wer ist Wo? 1. Ausgabe: Forschung und Lehre. Hrsg. von der Deutschen Akademie der Luftfahrtforschung. Berlin 1939, S. 101f
Forschung auf dem Gebiete des Ingenieurwesens des VDI 18, 1952, S. 1f.
Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 1969.
Jahrbuch der Deutschen Akademie der Luftfahrtforschung 1941/42, S. 175f.
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 8, S. 14, S. 182, S. 184.
Internet-Ressourcen:
GND: 118795228

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30.03.2017 / 09.11.2023