| 1942-1945 | Dozent für Neurologie und Psychiatrie |
| katholisch, nach 1934 "gottgläubig" |
| 1925 | Abitur am Realgymnasium in Freudenthal/Schlesien (Bruntál/Tschechien) |
| 1925-1931 | Medizin-Studium an der Universität Kiel |
| 1931-1932 | Hospitant am III. medizinischen Klinikum in Wien/Österreich |
| 1932-1934 | Volontär- und Assistenzarzt an der Psychiatrischen und Nervenklinik Jena bei Prof. Hans Berger |
| 1934-1935 | Oberarzt der Heilanstalt Warstein in Westfalen |
| ab 1935 | Oberarzt und stellvertretender Leiter an der Psychiatrischen Nervenklinik Köln unter Prof. Max de Crinis und Leister der Poliklinik für Nervöse |
| 1938-1941 | Dozent für Neurologie und Psychiatrie an der Universität Köln |
| 1938-1943 | Direktor der Städtischen Nervenklinik Langenhagen und der Neurologischen und Psychiatrischen Abteilung des Städtischen Krankenhauses Nordstadt in Hannover |
| 1943-1945 | Leiter der Abteilung für Geistes- und Nervenkranke der Landeskrankenanstalt in Brünn |
| Promotion | 05.1931 | Dr. med. an der Universität Innsbruck/Österreich |
| Habilitation | 1937 | an der Universität Köln Titel der Arbeit: "Zur Frage der exogenen Verursachung von Psychosen" |
| Stefan verfasste zahlreiche zu Zwangssterilisationen führende Gutachten. Allerdings gab es zahlreiche Klagen wegen unprofessioneller Arbeitsweise. 1942 wurde er in einem Verfahren vor dem Ärztlichen Bezirksgericht wegen mangelhafter Sorgfalt bei der Gutachtertätigkeit verurteilt. |
| 1943 zur Wehrmacht eingezogen wurde Stefan noch im selben Jahr wegen einer schweren Kriegsverletzung aus dem Dienst entlassen. |
| Der Lebenslauf nach 1943 ist nicht einwandfrei nachzuverfolgen, da Stefan in der Nachkriegszeit massenhaft Dokumente fälschte, um sich als Opfer des Nationalsozialismus darzustellen. |
| Nach einiger Zeit in Österreich kehrte er in den 1950er Jahren nach Köln zurück und ließ sich dort als Facharzt für Psychiatrie und Nervenheilkunde nieder. |
| Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 I Nr. 160. |
| Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B7 Nr. 581 (Personalakte). |
| Daniel Weßelhöft, Von fleißigen Mitmachern, Aktivisten und Tätern. Die Technische Hochschule Braunschweig im Nationalsozialismus, Hildesheim u. a. 2012 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 6), S. 351-355. |
| Thorsten Sueße, Die Nervenklinik Langenhagen als Institution zur Zeit der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik, in: 1938-1988: 50 Jahre Nervenklinik Langenhagen der Landeshauptstadt Hannover, Hannover 1988, S. 25-32. |