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Eintrag von "Jonathan Adolf Wilhelm Zenneck"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000578 (abgerufen am 17.01.2026)

Zenneck, Jonathan Adolf Wilhelm

Dr. rer. nat. habil.
 
1906-1910 o. Professor für Physik
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1906-1910 Technische Hochschule (1878-1937)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Technische Physik, elektromagnetische Schwingungen, Hochfrequenztechnik, spezifische Raumakustik, Erforschung der Ionosphäre
Fachgebiet:
33 Physik


Lebensdaten:
geboren am 15.04.1871 in Rupertshofen
gestorben am 08.04.1959 in München
Familie:
Vater: Emil Zenneck, Pfarrer
Mutter: Julie Zenneck
Ehefrau: Olga Zenneck, geb. Häseler, Heirat 1909
Schwiegervater : Ernst Häseler (1844-1911), o. Professor für Brücken-, Straßen- und Eisenbahnbau an der Polytechnischen Schule
Kinder: 3 Kinder

Kurzbiographie:
Besuch des humanistischen Gymnasiums
Studium der Zoologie und Physik an der Universität Tübingen
1895 Assistent bei Ferdinand Braun am Physikalischen Institut der Universität Straßburg
1905 Dozent und a.o. Professor an der TH Danzig
1909-1911 Begründer und Vorsteher des physikalischen Labors der BASF in Ludwigshafen
1911-1913 o. Professor für Physik an der TH Danzig
1913-1939 o. Professor für Experimentalphysik an der TH München
akademische Abschlüsse:
Studium Lehramtsexamen
Promotion 1894 Dr. rer. nat. an der Universität Tübingen mit einer Arbeit aus dem Bereich der Zoologie
Habilitation 1901 an der Universität Straßburg

Funktionen:
1933 Vorsitzender des Vorstandes des Deutschen Museums
1939 Errichtung der Zentralstelle für Ionosphärenforschung der Deutschen Akademie der Luftfahrtforschung in München und Übernahme der Leitung
Vorstandsmitglied der Flugfunkforschungsinstitutes Oberpfaffenhofen
weitere Mitgliedschaften:
Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik e. V. (VDE)
1937 Deutsche Akademie der Luftfahrtforschung
1926 Bayerische Akademie der Wissenschaften
Union Radioscientifique Internationale (zeitweise Vizepräsident)
Lilienthal-Gesellschaft (1938 Senatsmitglied)
1939 Korrespondenz Mitglied der Gesellschaft der Wissenschaft(en) in Göttingen
Ehrungen:
Dr.-Ing. E.h. der TH Dresden
Ehrenmitglied des VDE
1926 Heinrich-Hertz-Medaille in Gold
1928 goldene "Medal of Honor" des Institute of Radio Engineers, New York
1933 Gauß-Weber-Medaille
1952 Großes Bundesverdienstkreuz
1956 Grashof-Gedenkmünze
1957 Siemens-Ring
Ehrenmitglied der Deutschen Physikgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Technik
1956 Gedenkstein mit Relief an der Kugelbake Cuxhaven
weitere Informationen:
1914 Kriegsdienst als Hauptmann und Kompanieführer, Entsendung nach Nordamerika als Sachverständiger auf dem Gebiet des Funkwesens; 1917-1919 Kriegsgefangenschaft in den USA.
Erfinder eines Frequenzwandlers und Wellenmessers.


Quellen:
Niedersächsisches Landesarchiv Wolfenbüttel, Best. 12 Neu 5 Nr. 3240.
Niedersächsisches Landesarchiv Wolfenbüttel, Best. 12 Neu 5 Nr. 6582/3 (Dienstvertrag).
Beiträge und Dokumente zur Geschichte der TH Danzig, S. 168.
Elektrotechnische Zeitschrift B 11, 1959, S. 326.
Elektrotechnische Zeitschrift 72, 1951, S. 222-224.
Kind, D. & Mühe, W., Karl Winnacker und Jonathan Zenneck: Zwei Technikpioniere und ihre Bedingungen zu Braunschweig und seiner Carolo-Wilhelmina. Mitteilungen 25, 1990, Heft 1, S. 27ff
Herbert Goetzeler, Zenneck, Johann Adolf Wilhelm, in: Siegfried Weiher (Hrsg.), Männer der Funktechnik, Berlin 1983, S. 199-201.
Jahrbuch der Deutschen Akademie der Luftfahrtforschung 1941/42, S. 121f
weitere Literatur:
Jonathan Zenneck, Erinnerungen eines Physikers, München 1961 [Autobiographie bis 1926].
Internet-Ressourcen:
GND: 118772554

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31.03.2017 / 08.11.2023