Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Hans Friedrich August Zincke"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000580 (abgerufen am 12.04.2026)

Zincke, Hans Friedrich August

Dr. phil.
 
1859-1864 Lehrer für praktische Geometrie
1864-1866 Lehrer für Mathematik
1866-1884 o. Professor für Mathematik
(Vorgänger, Nachfolger)
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(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1859-1862 Collegium Carolinum (1835-1862)
1862-1878 Polytechnicum (1862-1877)
1878-1884 Technische Hochschule (1878-1937)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Arbeiten auf dem Gebiet der Optik und Berechnung von Linsen
Fachgebiet:
31 Mathematik


Namensvarianten:
Zincken
Lebensdaten:
geboren am 20.07.1837 in Braunschweig
gestorben am 28.04.1922 in Braunschweig
Familie:
Vater: Otto Zincke (1809-1840), Kammersekretär
Mutter: Nanny Zincke, geb. Langenheim (1813-1902), in 2. Ehe verheiratet mit P. W. Fr. Voigtländer
Ehefrau: Marie Antonie Zincke, geb. Hill (1854-1904), verwitwete Thurow
Sohn: 2 Söhne
andere: Stiefvater Fr. P. W. Voigtländer, Gründer der Voigtländer-Werke Braunschweig

Kurzbiographie:
ab 1848 Realgymnasium in Braunschweig
ab 1851 Studium der Optik am Collegium Carolinum
1854-1856 Studium der Mathematik und Physik in Göttingen
Komponist
Mitarbeiter Voigtländers bei der Konstruktion optischer Geräte
akademische Abschlüsse:
Promotion 1858 Dr. phil. an der Universität Göttingen
Titel der Arbeit: "Zur Bestimmung der Brechungsverhältnisse"

akademische Selbstverwaltung:
1872-1875 Vorstand der Fachschule für allgemein bildende Wissenschaften und Künste
1875-1881 Direktor des Polytechnikums bzw. der Technischen Hochschule
weitere Mitgliedschaften:
1922 Auswärtiges Mitglied der Berliner Akademie der Künste
Gründungsmitglied des Vereins für Kammermusik
Ehrungen:
1852 Preis am Collegium Carolinum für eine Arbeit über die Zykloide
Preis am Collegium Carolinum für eine Untersuchung über die Reibung bei Zahnrädern
weitere Informationen:
Zincke(n) war ein Nachfahre des o. Professors der Mathematik, Physik und Naturgeschichte am Collegium Carolinum Georg Heinrich Zincke; er verbrachte seine Kindheit in Wien und zog 1848 mit der Familie Voigtländer nach Braunschweig, wo er seinem Stiefvater zunächst in der Werkstatt half.
Zincke(n) war mit Richard Dedekind befreundet und hatte von Oktober 1849 Ostern bis 1850 bei ihm Privatunterricht in Mathematik.
Nach seiner frühen Pensionierung als Professor der Mathematik begann Zincke(n) eine 2. Karriere als Komponist, insgesamt verfasste er ca. 250 Lieder, Märchenspiele und Opern und führte 1865 des Braunschweiger Musikfest durch.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Stadtarchiv Braunschweig, H VIII A: 5477
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. T2, Sammlung Gerke
Theodor Müller, Lehrkräfte am Collegium Carolinum zu Braunschweig zwischen 1814 und 1862, Braunschweig 1973 (Beiträge zur Geschichte der Carolo-Wilhelmina, 1), S. 57-61.
Düsterdieck, Peter (Bearb.): Die Matrikel des Collegium Carolinum und der Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig 1745-1900. Hildesheim 1983. S. 89.
Ebel, Wilhelm (Hg.): Die Matrikel der Georg-August-Universität zu Göttingen 1837-1900. 2 Bände. Göttingen 1974. S. 188.
Foto: Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. G131, Nr. 2 (Fotoalbum).
weitere Literatur:
E. Valentin, Hans Sommer. Weg, Werk und Tat eines deutschen Meisters, Braunschweig 1939.
Internet-Ressourcen:
GND: 116911514

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eingestellt / geändert:
31.03.2017 / 08.04.2025

Dokumente/Anhang

Anhang:
aus: UABS G131 Nr. 2
G131_2_018-1_Zincke.jpg
(1.54 MB) MD5 (als Portrait anzeigen)