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Eintrag von "Walter Henn"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000726 (abgerufen am 16.06.2026)

Henn, Walter

Dr.-Ing. Dr. techn. h.c.
 
1953-1982 o. Professor für Baukonstruktion und Industriebau
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1953-1967 Technische Hochschule (1937-1967)
1968-1982 Technische Universität (seit 1968)
Institut:
Institut für Industriebau
Fachgebiet:
56 Bauwesen


Lebensdaten:
geboren am 20.12.1912 in Reichenberg (Moritzburg)
gestorben am 13.08.2006 in Murnau am Staffelsee

Kurzbiographie:
1931-1937 Studium des Bauingenieurwesens an der Königlich Sächsischen Technischen Hochschule Dresden und der Architektur an der Akademie für Bildende Künste, Dresden
1937-1945 Arbeit im Industriebau und im Wasserbau (Brücken, Talsperren)
1946-1953 o. Professor für Baukonstruktionen und Industriebau der Königlich Sächsischen Technischen Hochschule Dresden
akademische Abschlüsse:
Studium 1935 Diplom an der Königlich Sächsischen Technischen Hochschule Dresden
Promotion 1937 Dr.-Ing an der Königlich Sächsischen Technischen Hochschule Dresden
Titel der Arbeit: "Grundlagen der Wassermessung mit dem hydrometrischen Flügel"

akademische Selbstverwaltung:
1955-1957 Dekan der Fakultät für Bauwesen
1957-1981 Gründer und Direktor des Instituts für Industriebau
Funktionen:
Obmann im Deutschen Normenausschuß (DNA)
1969 Mitglied des Deutschen Wissenschaftsrates (berufen durch den Bundespräsidenten)
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Industriebau (AGI)
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
ab 1962 Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft (ordentliches Mitglied)
ab 1962 Akademie der Wissenschaften und Literatur, Mainz
weitere Mitgliedschaften:
Council on Tall Buildings, USA
Ehrungen:
1965 Peter-Joseph-Krahe-Preis der Stadt Braunschweig
1976 Dr. techn. h.c. der Technische Universität Wien
2001 Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Krakau/Polen
weitere Informationen:
Im Zeitraum 1939-1945 stand Walter Henn im Kriegsdienst.
Walter Henn hat zusammen mit Friedrich Wilhelm Kraemer und Dieter Oesterlen die sog. Braunschweigische Schule begründet.
Im Jahr 1947: Gründung des Büro HENN in Dresden. Partnerschaft mit seinem Sohn und Gründung des Büros Henn+Henn in München 1979.
Im Jahr 1957 war Walter Henn an der TH Braunschweig der Gründer und fortan Direktor des deutschlandweit ersten Instituts für Industriebau.
Ab 1986 fand durch den Polnischen Architekten-Verband (SARP) die jährliche Verleihung des Walter Henn Preises statt. Auf Wunsch der Familie Henn wurde der Preis 2011 letztmalig als Walter-Henn-Förderpreis vergeben und in BDA-SARP-Award umbenannt – er wird nun als gemeinsames deutsch-polnisches Projekt vom Bund Deutscher Architekten (BDA) und polnischen Architektenverband (SARP) getragen.
Die rennomierten Bauten unter Mitwirkung von Walter Henn sind zahlreich.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Lebenslauf in: Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 21, 1969, S. 127.
Professor Dr. Walter Henn wird siebzig Jahre alt: Bedeutend als Ingenieur und Architekt, in: Braunschweiger Zeitung vom 20.12.1982.
Die Denkweise des Ingenieurs. Walter Henn zum 90. Geburtstag, in: baunetz.de vom 20.12.2002.
Roland Böttcher / Kristiana Hartmann / Monika Lemke-Kokkelink, Die Architekturlehrer der TU Braunschweig 1814-1995. Braunschweiger Werkstücke 94. Braunschweig 1995, S. 222-223.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B07 Nr. 1165.
Internet-Ressourcen:
GND: 133886433

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29.08.2018 / 16.09.2025