Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Hans Wolfram Dietrich Kroepelin"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000801 (abgerufen am 17.01.2026)

Kroepelin, Hans Wolfram Dietrich

Dr. phil. habil.
 
1946-1970 o. Professor für Technische Chemie
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1946-1970 Technische Hochschule (1937-1967)
1968-1970 Technische Universität (seit 1968)
Institut:
1946-1970 Institut für Chemische Technologie
Lehr- und Forschungsgebiete:
Kolloid-Chemie und Stoffaustausch
Posidonienschiefer- / Ölschieferforschung
Thermodynamik (Plasma)
Sulfochlorierung
Oxidation von Kohlenwasserstoffen und Analyse der entstandenen Produkte
Fachgebiet:
58 Chemische Technik, Umwelttechnik, verschiedene Technologien
35 Chemie


Lebensdaten:
geboren am 28.12.1901 in Berlin-Wilmersdorf
gestorben am 27.10.1993
 Konfession:
evangelisch

Kurzbiographie:
1920 Abitur in Berlin-Wilmersdorf
1920-1926 Studium der Physik, Chemie und Mathematik (Staatsexamen für das Höhere Lehramt) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und der Technischen Hochschule zu Berlin
1925-1926 Tätigkeit als Unterrichtsassistent (bei Prof. Kurlbauman) der Technische Hochschule zu Berlin
1935-1937 Privatdozent an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
1935-1937 Professor für Allgemeine Chemie an der Universität Istanbul/Türkei
1937 Abgelehnter Ruf an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg
1937-1944 Leitung des Hauptlabors und Leitung der Großversuche im Betrieb bei der Braunkohle-Benzin AG (BRABAG) im Werk Schwarzheide
1945-1946 apl. Professor und kommissarische Leitung des Instituts für angewandte Chemie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
akademische Abschlüsse:
Promotion 1926 Dr. phil. bei Prof. Dr. H. Freundlich in den Fächern Chemie, Physik und Mathematik an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin
Titel der Arbeit: "Untersuchungen an Lösungen des Brom-Äthyl-Amins"
Habilitation 1930 für Physikalische Chemie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
Titel der Arbeit: "Über die Strömung von Kolloiden, die Zähigkeitsanomalien zeigen"

akademische Selbstverwaltung:
1946-1970 Direktor des Instituts für Chemische Technologie
1970-1972 Wahrnehmung der Dienstgeschäfte des Direktors des Instituts für Chemische Technologie
1947-1948 Leiter der Naturwissenschaftlichen Abteilung
1948-1950 Dekan der Naturwissenschaftlich-Philosophischen Fakultät
1963-1964 Rektor der TH Braunschweig
1964-1965 Prorektor der TH Braunschweig
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
1946 Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft, 1960-1963 Präsident
1971 Société Royale des Sciences de Liège (korrespondierendes Mitglied)
Deutsche Bunsen-Gesellschaft für physikalische Chemie e.V.
Gesellschaft Deutscher Chemiker
Verein Deutscher Ingenieure
Rheologische Vereinigung
weitere Mitgliedschaften:
1938-1944 Reichsbund der deutschen Beamten
Ehrungen:
1973 Großes Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens
weitere Informationen:
Von 1907 bis 1913 hatte Hans Kroepelin Hausunterricht, bis 1915 dann war er im Ort Waren in der Schule und schließlich von 1916 bis 1920 am Bismarck-Gymnasium in Berlin-Wilmersdorf.
Seine Anstellung als Abteilungsleiter am Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische Chemie war aus sogenannten "rassischen" Gründen nach 1933 für nichtig erklärt und eine mögliche Berufung Hans Kroepelins nach Würzburg verhindert worden.
Hans Kroepelin leistete im Sommer 1935 für vier Monate Wehrdienst und weiteren Wehrdienst von August 1939 bis Oktober 1940.
1937 wurde Hans Kroepelin die venia legendi durch Bernhard Rust entzogen.
Anfang Januar 1945 wurde Hans Kroepelin von der Gestapo in das Lager Wolmirsleben gebracht.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B07 Nr. 346 (Personalakte, 4 Bände).
Klaus Erich Pollmann, Hochschulpolitik und Hochschulentwicklung nach 1945, in: Walter Kertz (Hrgs.), Technische Universität Braunschweig. Vom Collegium Carolinum zur Technischen Universität 1745-1995, S. 601-643, S. 607.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Fragebögen (Professoren), Best. E02 Nr. 19.
TU Braunschweig, Institut für Technische Chemie: ›1863-2013. 150 Jahre Institut für Technische Chemie an der Technischen Universität Braunschweig‹, September 2013. Digitalisat auf: docplayer.org
Internet-Ressourcen:
GND: 118566954

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03.09.2018 / 17.10.2023