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Eintrag von "Klaus Pieper"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000881 (abgerufen am 21.05.2026)

Pieper, Klaus

Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h.
 
1959-1978 o. Professor für Hochbaustatik
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1959-1967 Technische Hochschule (1937-1967)
1968-1978 Technische Universität (seit 1968)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Statische Sicherung alter Bauten
Restaurierung
Fachgebiet:
56 Bauwesen


Lebensdaten:
geboren am 27.05.1913 in Köln
gestorben am 16.11.1995 in Braunschweig

Kurzbiographie:
1932 Reifeprüfung an der Oberrealschule zum Dom in Lübeck
1932-1937 Studium des Bauingenieurswesens an der Königlich Sächsischen Technischen Hochschule Dresden
1935 Baustellentätigkeit in Lübeck
1938 Tätigkeit bei der Firma Brassert & Co. Berlin, Planung der Hermann-Göring-Werke in Salzgitter
1939 Tätigkeit in der freien Wirtschaft als Bauleiter
1939-1941 Selbständigkeit als beratender Ingenieur in Lübeck (v. a. Entwurf, Konstruktion und Bauleitung der Erweiterung der Berlin-Lübecker-Maschinenfabriken)
1941-1944 Bauleiter beim Tauernkraftwerk im Auftrag der Firma Beton- und Monierbau in Österreich, zeitweise stellvertretender Betriebsleiter (dabei vermutlich auch zuständig für das Zwangsarbeiterlager Kaprun)
1946-1947 Statiker in der Bauverwaltung der Hansestadt Lübeck
1947-1959 Städtischer Baurat und Leiter der Prüfstelle für Statik, Lübeck
1955 Abgelehnter Ruf an die Königlich Sächsische Technische Hochschule Dresden
akademische Abschlüsse:
Studium 1937 Dipl.-Ing. an der Königlich Sächsischen Technischen Hochschule Dresden
Promotion 1939 Dr.-Ing. bei Prof. Dr. Reinhold im Fach Bauingenieurwesen an der Königlich Sächsischen Technischen Hochschule Dresden
Titel der Arbeit: "Regenabfluß von Straßenflächen"

akademische Selbstverwaltung:
ab 1963 Leiter der Abteilung für Architektur
ab 1965 Dekan der Fakultät für Bauwesen
Funktionen:
ab 1960 Prüfingenieur für Baustatik
ab 1983 Korrespondierendes Mitglied im Sonderforschungsbereich 315 "Erhalten historisch bedeutsamer Bauwerke", Karlsruhe
weitere Mitgliedschaften:
1947-1959 Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. (Vorsitzender des Landesarbeitskreises Beton)
ab 1971 Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
Ehrungen:
1979 Bundesverdienstkreuz
1977 Ehrendoktorwürde (Dr.-Ing. E.h.) der Universität Karlsruhe
weitere Informationen:
Im Zeitraum 1944-1945 stand Klaus Pieper im Wehrdienst.
Im Jahr 1947 erstellte Klaus Pieper eine erste bautechnische Diagnose der Marienkirche in Lübeck, die die konstruktive Grundlage ihres Wiederaufbaus legte. In der unmittelbaren Nachkriegszeit war er u. a. mit Arbeiten zur Bunkerentfestigung befasst.
Gemeinsam mit dem Baumeister Erich Trautsch entwickelte Klaus Pieper das nach beiden benannte Trautsch-Pieper-Verfahren zur Herstellung leichter, kostensparender und nicht brennbarer Dachstühle aus Schlacke-Hohlformsteinen anstatt aus Holz, für das Trautsch 1953 ein Patent erhielt.
Während der Professorentätigkeit Klaus Piepers am Lehrstuhl in Braunschweig wurde mit Hilfe eines Siloversuchsfelds die Baunorm DIN 1055 Teil 6 für Silobauten entwickelt.
Klaus Pieper besaß seit 1961 ein eigenes Ingenieurbüro, ab 1971 in Partnerschaft mit seinem früheren Assistenten Peter Martens.
Zu den Doktoranden Klaus Piepers gehören Fritz Wenzel und Peter Martens.
Klaus Pieper war an der Sicherung von über 110 historischen Bauten beteiligt.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B07 Nr. 407 (Personalakte).
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 2 Nr. 582, Besetzung des Lehrstuhls.
martens+puller Ingenieurgesellschaft, Historie, in: martens-puller.de
Roland Böttcher / Kristiana Hartmann / Monika Lemke-Kokkelink, Die Architekturlehrer der TU Braunschweig 1814-1995. Braunschweiger Werkstücke 94. Braunschweig 1995, S. 222-223.
Internet-Ressourcen:
GND: 14389546X

[GND-Link auf diese Seite: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/gnd/14389546X]


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04.09.2018 / 17.10.2023