Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Curt Rühland"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000909 (abgerufen am 16.06.2026)

Rühland, Curt

Dr. jur. habil.
 
1947-1964 Lehrbeauftragter für Staats- und Verwaltungsrecht

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1947-1964 Technische Hochschule (1878-1937)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Staatsrecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht, allgemeine Staatslehre, politische Wissenschaften
Fachgebiet:
86 Recht


Lebensdaten:
geboren am 22.02.1891 in Braunschweig
gestorben am 17.05.1987 in Braunschweig

Kurzbiographie:
-1910 Besuch und Abschluss der Reifeprüfung am Wilhelm-Gymnasium Braunschweig
1910-1914 Studium der Philosophie, Philologie und Geschichte, später auch Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten München, Berlin und Kiel
1921-1926 Wissenschaftlicher Assistent an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät Kiel
1926-1937 Leiter der Abteilung Internationales Privatrecht am Institut für Internationales Recht der Kieler Universität, ab 1933 kommisarischer Leiter
01.07.1937-1941 o. Professor in Greifswald, ab 1938 Übernahme des Dekanats der Rechts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät
1941-1945 Professor der Karls-Universität in Prag
akademische Abschlüsse:
Studium 1920 Erstes Juristisches Staatsexamen in Kiel
Promotion 1923 Dr. jur. an der Universität Kiel
Titel der Arbeit: "Theorie und Praxis des Einflusses des Kriegsbeginns auf Staatsverträge"
Habilitation 1925 an der Universität Kiel
Titel der Arbeit: "Samuel Rachel, der Bahnbrecher des völkerrechtlichen Positivismus: ein Beitrag zur Geschichte der Vökerrechtswissenschaft im siebzehnten Jahrhundert"

weitere Mitgliedschaften:
1933 Deutsche Gesellschaft für Völkerrecht
1939 International Law Association
1947 Verein Deutscher Staatsrechtslehrer
1952 Verein für Wissenschaft und Politik
Académie de droit international
weitere Informationen:
Freiwillige Meldung zum Kriegsdienst im Reserve-Infanterie-Regiment beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges mit anschließenden schweren Kriegsverletzungen.
Rühland hatte die Lehrberechtigung für Finanzrecht und für Kirchenrecht seit 1937 inne; er war Mitherausgeber der Zeitschrift für Internationales Recht und der 1944 eingestellten Zeitschrift für Völkerrecht.
Nach Kriegsende kam er als Flüchtling in die westliche Besatzungszone und wohnte zunächst bei seiner Schwester in Braunschweig, dann in Bad Harzburg. 1949 wurde er im Entnazifizierungsverfahren als entlastet eingestuft. Erst Anfang der 1950er Jahre gelang es ihm, eine eigene Wohnung zu finden und seine Familie nachzuholen.
Rühland gehört zu den ersten juristischen Lehrbeauftragten der TU Braunschweig nach Kriegsende.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 2 Nr. 230.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B07 Nr. 434 (Personalakte).
Gudladt, Katharina (2013): Rechtswissenschaften an der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig. Berlin: BWV Berliner Wissenschafts-Verlag (Braunschweigische Rechtswissenschaftliche Studien), S. 96-99.
Eintrag von "Curt Rühland" im Kieler Gelehrtenverzeichnis, cau.gelehrtenverzeichnis.de
Internet-Ressourcen:
GND: 116675683

[GND-Link auf diese Seite: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/gnd/116675683]


eingestellt / geändert:
10.09.2018 / 16.08.2023