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Eintrag von "Hans-Georg Unger"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000978 (abgerufen am 30.05.2026)

Unger, Hans-Georg

Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. mult. Dr. rer. nat. h.c.
 
1960-1993 Universitätsprofessor für Hochfrequenztechnik
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1960-1968 Technische Hochschule (1937-1967)
1968-1980 Technische Universität (seit 1968)
1980-1993 Technische Universität (seit 1968)
Institut:
Institut für Hochfrequenztechnik
Lehr- und Forschungsgebiete:
Elektromagnetische Theorie
Mikrowellentechnik
Optische Nachrichtentechnik
Optoelektronik
Fachgebiet:
53 Elektrotechnik


Lebensdaten:
geboren am 14.09.1926 in Braunschweig

Kurzbiographie:
1933-1944 Realschule Augustplatz und Gaußschule in Braunschweig
1946-1951 Studium der Elektrotechnik an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
1951-1955 Entwicklungsingenieur und Leiter des Laboratoriums für Mikrowellenforschung der Siemens AG in München
1955-1956 United States Special Project 63
1956-1960 Mitglied im Technischen Stab und Abteilungsleiter bei Bell Telephone Laboratories Inc., USA
1964-1965 Gastprofessor an der University of Wisconsin/USA
1965 Abgelehnter Ruf (auf eine Professur für Allgemeine Elektrotechnik) an die RWTH Aachen
1968 Gastprofessor an der Universität Genf/Schweiz und am Indian Institute of Technology Madras/Indien
1968 Abgelehnter Ruf (auf eine Professur für Hochfrequenztechnik) an die Universität Erlangen-Nürnberg
1973 Gastprofessor an der TU Delft/Niederlande und der Universite de Rennes
1975 Gastprofessor an der Universität von Tokio/Japan
1976 Gastprofessor an der TU Eindhoven/Niederlande
1978 Abgelehnter Ruf (auf eine Professur für Hochfrequenztechnik) an die RWTH Aachen
1980 Abgelehnter Ruf (auf eine Professur für Hochfrequenztechnik) an die TU München
1984 Gastprofessor an der TU Warschau/Polen
1987 Gastprofessor an der Universität São Paulo/Brasilien
1993 Emeritierung an der Technischen Universität Carolo-Wilhemina zu Braunschweig
akademische Abschlüsse:
Studium 1951 Dipl.-Ing. Elektrotechnik an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
Promotion 1954 Dr.-Ing. bei Prof. Pungs an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
Titel der Arbeit: "Die elektrische Rohre als Wellenleiter"

akademische Selbstverwaltung:
1960-1993 Leiter des neu gegründeten Instituts für Hochfrequenztechnik
1961-1964 Leiter der Abteilung für Elektrotechnik
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
1965 Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
1966 International Union of Radio Science
weitere Mitgliedschaften:
Polnische Akademie der Wissenschaften
1956 Institute of Electrical and Electronics Engineers
Ehrungen:
1985 Ehrendoktorwürde (Dr.-Ing. e.h.) der Technischen Universität München
1992 Ehrendoktorwürde der Universität Ulm
1993 Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Hamburg
1988 Heinrich-Hertz-Medaille des IEEE (als erstem Empfänger dieser Auszeichnung)
weitere Informationen:
Hans-Georg Unger leistete von März 1943 bis Mai 1945 Wehrdienst (März 1943 bis Februar 1944 Luftwaffenhelfer, danach bis Mai 1944 Reichsarbeitsdienst, Mai bis August 1944 militärische Grundausbildung, anschließend bis Februar 1945 Flugzeugführerausbildung an der Luftkriegsschule III und schließlich bis Mai 1945 Fronteinsatz) und geriet in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er jedoch Ende Mai 1945 fliehen konnte.
Als Industrieberater war Hans-Georg Unger für Bell Laboratorien, Felten und Guilleaume, Dornier-System, AEG Telefunken, AEG Kabel sowie ANT Nachrichtentechnik tätig.
Von 1980 bis 1984 war Hans-Georg Unger gewählter Fachgutachter für Hochfrequenztechnik der DFG und von 1984 bis 1988 Vorsitzender des DFG-Fachausschusses Elektrotechnik.
Hans-Georg Unger wird als Gründungsvater des Instituts für Hochfrequenztechnik bezeichnet.


Quellen:
Internet-Ressourcen:
GND: 138111537

[GND-Link auf diese Seite: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/gnd/138111537]


eingestellt / geändert:
11.09.2018 / 17.10.2023