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Eintrag von "Georg Josef Fedor Eckert"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00002162 (abgerufen am 24.01.2026)

Eckert, Georg Josef Fedor

Dr. phil. habil.
 
1946-1974 Professor für Geschichte und ihre Didaktik
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1946-1969 Pädagogische Hochschule (1945-1969)
1969-1974 PH Niedersachsen, Abt. Braunschweig (1969-1978)
Institut:
Institut für Sozialgeschichte
Lehr- und Forschungsgebiete:
Volks- und Kulturgeschichte (insb. auch der 'breiten Volksmassen' und des 'täglichen Lebens')
Ethnologie von Ozeanien und Südamerika
Parteiengeschichte und Arbeiterbewegung
(internationale) Schulbuchverbesserung
Fachgebiet:
15 Geschichte
80 Pädagogik
81 Bildungswesen


Lebensdaten:
geboren am 14.08.1912 in Berlin
gestorben am 07.01.1974 in Braunschweig

Kurzbiographie:
1931 Abitur an der Goethe-Oberrealschule in Berlin-Halensee
1931-1933 Studium der Geschichte, Geographie, Germanistik und Volks- und Völkerkunde an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin
1933-1935 Studium der Geschichte, Geographie, Germanistik und Volks- und Völkerkunde an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
1937- nebenamtliche Tätigkeit an der Fliegertechnischen Schule der Luftwaffe in Jüterbog
1938- Studienassessor an der HT-Luftwaffenfachschule Adlershof (Berlin) und am Schillergymnasium in Lichterfelde (Berlin)
1951-1974 Gründung und Leitung des Instituts für internationale Schulbuchverbesserung (heute: Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut) in Braunschweig
akademische Abschlüsse:
Promotion 1935 Dr. phil. in Völkerkunde an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Titel der Arbeit: "Der Einfluß des Geschlechts- und Familienlebens auf die Bevölkerungsbewegung mikronesischer Inseln"
Habilitation 1943 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Titel der Arbeit: "Totenkult und Lebensglaube im Caucatal" (V.ö.titel 1948)

Funktionen:
1954 Vorsitzender des "Kuratorium Unteilbares Deutschland", Braunschweig
ab 1958 Vorstandsmitglied im Deutschen Rat der Europäischen Bewegung
ab 1964 Präsident der deutschen UNESCO-Kommission
ab 1967 Vorstandsmitglied im Internationalen Institut für Sozialgeschichte, Amsterdam
weitere Mitgliedschaften:
Gründungsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
1930-1931 Sozialistische Arbeiterjugend
Deutsche Gesellschaft für Völkerkunde
1949-1964 Verband der Geschichtslehrer Deutschlands
um 1961 Vorsitzender der historischen Kommission der Friedrich-Ebert-Stiftung
Ehrungen:
1958 Straßburger Europapreis
1961 Offiziersklasse des Ordens "Palme Academique" (durch den französischen Botschafter überreicht)
1972 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
1973 Kulturpreis des Deutschen Gewerkschaftsbundes
weitere Informationen:
"Schon als Schüler war Eckert der Sozialistischen Arbeiterjugend und der Sozialdemokratischen Partei beigetreten und hatte der Erwerbslosigkeit seines Vaters wegen erste Erfahrungen mit der Arbeitswelt machen müssen." (Harstick 1995: 274)
Im Zeitraum 1941-1944 war Georg Eckert im Kriegsdienst als Meteorologe in Saloniki/Griechenland tätig. Am 20. Juli 1944 unterstellte er sich mit weiteren Soldaten der ELAS (Griechische Volksbefreiungsarmee) (vgl. Harstick 1995: 276).
Georg Eckert setzte sich für eine internationale Verständigung durch Schulbucharbeit und Geschichtsunterricht ein.
Das von Georg Eckert gegründete Institut war zwischenzeitlich benannt als Internationales Schulbuchinstitut und später Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung.
Das Periodikum "Archiv für Sozialgeschichte" geht auf Georg Eckerts Initiative zurück.
Georg Eckert wurde "am 7. Januar 1974 mitten in seiner Vorlesung [...] von Tod ereilt" (Harstick 1995: 273).
Nach Einschätzung Heinrich Rodensteins war Georg Eckert jemand, der "mindestens seit dem 20. Juli 1944 dem aktiven Widerstand zugerechnet werden muß" (zit. n. Harstick 1995: 274).


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Hans-Peter Harstick, Geschichte und ihre Didaktik, In: Gerhard Himmelmann (Hrsg.), Fünfzig Jahre wissenschaftliche Lehrerbildung in Braunschweig, Festschrift 1995, Braunschweig 1995, S. 273-291.
Heike Christina Mätzing, Wissenschaftler und Botschafter der Völkerverständigung. Georg Eckert (1912-1974) zum 100. Geburtstag (Gesprächskreis Geschichte, Heft 102), Bonn 2013.
Website Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut, Geschichte
Internet-Ressourcen:
GND: 120241072

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17.10.2019 / 17.10.2023