Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Friedrich Wilhelm von Bruchhausen"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000064 (abgerufen am 17.01.2026)

Bruchhausen, Friedrich Wilhelm von

Dr. phil. habil. Dr. med. h.c.
 
1938-1958 o. Professor für pharmazeutische Chemie und Lebensmittelchemie
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1938-1958 Technische Hochschule (1937-1967)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Nahrungsmittelchemie, Arbeiten über Alkaloide
Fachgebiet:
35 Chemie


Lebensdaten:
geboren am 25.09.1886 in Steinau
gestorben am 03.02.1966 in Braunschweig
Familie:
Vater: Berhard von Bruchhausen, Gutsbesitzer, Rentier
Mutter: Auguste von Bruchhausen, geb. Raestrup
Ehefrau: Marianne geb. Bersch, Heirat 06.08.1925
Sohn: 2 Söhne
Tochter: 1 Tochter

Kurzbiographie:
bis 1903 Gymnasium Paulinum in Münster, Rektoratsschule in Nottuln und Gymnasium in Telgte [so Zinner 1987 und die Deutsche Apotheker-Biographie; nach den abweichenden Angaben der Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft Gymnasium in Steinau]
1903-1906 Apothekenlehre in Salzkotten
1906-1907 Apothekengehilfe in Warendorf
1907-1909 Apothekengehilfe in Duisburg
1909-1911 Studium der Pharmazie an der Universität Marburg
1911-1914 Apotheker in Melle
1921 Abitur an der Königsstädtischen Oberrealschule in Berlin nachgeholt (Kriegsreifeprüfung)
1914-1926 Assistent am Pharmazeutisch-Chemischen Institut bei Prof. Dr. Ernst Schmidt an der Universität Marburg
1926 o. Professor an der Universität Münster
1931 o. Professor für pharmazeutische und angewandte Chemie an der Universität Würzburg (Institut im SoSe 1938 geschlossen)
1954 Emeritierung, Vertretung des Lehrstuhls bis SoSe 1958 (Abschiedsvorlesung am 04.11.1958)
akademische Abschlüsse:
Studium 1911 Apothekerexamen an der Universität Marburg
Studium 1919 Hauptprüfung als Nahrungsmittelchemiker in Marburg
Promotion 1921 Dr. phil. bei Ernst Schmidt und Johannes Gadamer in Marburg
Titel der Arbeit: "Beitrag zur Kenntnis des Corycavins und Protopins"
Habilitation 1925 bei Gadamer in Marburg
Titel der Arbeit: "Zur Kenntnis des Corycavidins und des Corycavamins"

akademische Selbstverwaltung:
1938-1958 Leiter des Pharmazeutischen Institutes und der Lebensmitteluntersuchungsstelle
1944-1947 Dekan der Fakultät für Naturwissenschaften
Funktionen:
1945 Beauftragt mit der hygienischen und sanitären Überwachung der Landeswasserversorgung
Mitglied des Niedersächsischen Landesgesundheitsrates
Mitwirkung an der Erstellung von Prüfungsvorschriften für die amtlichen Deutschen Arzneibücher 6. und 7. Ausgabe
Schriftleitung des Archivs der Pharmazie
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
1943 Königliche Pharmazeutische Akademie in Madrid/Spanien (korrespondierendes Mitglied)
1944 Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
1953 Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina in Halle
Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (unter anderem Vizepräsident)
weitere Mitgliedschaften:
Niedersächsische Apothekerkammer
Ehrungen:
1954 Dr. med. h.c. der Universität Bonn
1954 Ehrenmitglied der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft, der Pharmazeutischen Gesellschaft der DDR und der Internationalen Gesellschaft für Heilpflanzenforschung
1954 Sertürner-Medaille der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft
1957 Großes Bundesverdienstkreuz
1961 Karl-Mannich-Medaille
weitere Informationen:
1914-1918 Kriegsdienst an der Westfront, zunächst als Stanitätsunteroffizier, dann als Unterapotheker und schließlich als Oberapotheker in einem Feldlazarett.
Bruchhausen bearbeitete die Lehrbücher von Schmidt und Gadamer neu.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A II E:2 (Bl. 140ff.)
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B7 Nr. 234.
Wolfgang-Hagen Hein (Hrsg.), Deutsche Apotheker-Biographie, Ergänzungsband 1, Stuttgart 1986 (Veröffentlichungen der Internationalen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie e. V., 55), S. 52-53.
Gerwalt Zinner, Friedrich von Bruchhausen - Grundlinien seines akademischen Werdens und Wirkens, in: Mitteilungen der TU Braunschweig 22, Heft 1, 1987, S. 56-59.
Lebenslauf in: Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 1969, S. 57.
Nachruf: Prof. Dr. W. Awe, in: Mitteilungen der TU Braunschweig 1, Heft 1, 1966, S. 8.
Nachruf: H. Schumann, in: Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft Bd. 18, 1966, S. 182-183.
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 35.
Internet-Ressourcen:
GND: 116725168

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13.03.2017 / 16.08.2023