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Eintrag von "Kurt Brüning"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000065 (abgerufen am 15.05.2026)

Brüning, Kurt

Dr. phil habil.
 
1930-1933 a.o. Professor für Geographie und Wirtschaftsgeographie
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1930-1933 Technische Hochschule (1878-1937)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Niedersächsische Landeskunde, Landesplanung, Wirtschaftsgeografie
Fachgebiet:
74 Geographie, Raumordnung, Städtebau


Lebensdaten:
geboren am 27.11.1897 in Magdeburg
gestorben am 14.08.1961 in Heidelberg
 Konfession:
evangelisch-lutherisch

Kurzbiographie:
1916 Guericke-Gymnasium in Magdeburg
1916 Studium der Mathematik, Naturwissenschaften und Geographie in Halle
1916-1918 Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg
1919-1922 Studium der Mathematik, Naturwissenschaften und Geographie an der Universität Marburg
1920-1921 Hilfsassistent am Geologisch-Paläontologischen Institut an der Universität Marburg
1921-1923 Hauptassistent für Geologie und Lagerstättenlehre an der Bergakademie Clausthal
Lehrhauer im Erzbergwerk Rosenhof (3 Monate)
1923-1927 Studienassessor in Magdeburg (beurlaubt) und Assistent am geographischen Seminar der TH Hannover
1928-1937 Landesplaner bei der Provinzialverwaltung Hannover
1929-1930 Lehrstuhlvertreter am Geographischen Institut der Universität Münster
1937-1959 Leiter, ab 1939 Direktor des Instituts für Landesplanung und niedersächsische Landeskunde an der Georg-August-Universität Göttingen, ab 1945 Niedersächsisches Amt für Landesplanung und Statistik
ab 1936 Leiter der Landesplanungsgemeinschaft Hannover, ab 1937 Hannover-Braunschweig
ab 1939 apl. Professor an der Georg-August-Universität Göttingen
ab 1944 Obmann der Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung, ab 1946 Akademie für Raumforschung und Landesplanung (1949: Institut für Raumforschung)
1946-1959 Referent im Niedersächsischen Ministerium des Inneren in Hannover
akademische Abschlüsse:
Studium 1921 1. Staatsexamen
Promotion 1920 Dr. phil. bei Rudolf Wedekind an der Universität Marburg
Titel der Arbeit: "Gliederung des rheinisch-westfälischen Kulms nach Korallen und Goniatiten" (Beiträge zur Kenntnis des Rheinisch-Westfällschen Unterkarbons, veröffentlicht 1923)
Studium 1923 Staatsexamina in Erdkunde, Physik, Chemie und Geologie
Habilitation 03.05.1926 an der TH Hannover
Titel der Arbeit: "Der Bergbau im Harz und im Mansfeldschen"

Funktionen:
1927 Geschäftsführender Schriftwart der Wirtschaftswissenschaftlichen Gesellschaft zum Studium Niedersachsens e. V.
Gutachter, später Referent für Raumordnung/Landesplanung beim Oberpräsidenten der Provinz Hannover
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
1927 Wirtschaftswissenschaftliche Gesellschaft Hannover
1930 Geographische Gesellschaft Hannover
1948 Akademie für Raumforschung und Landesplanung
1956 Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
1956 Albrecht-Thaer-Gesellschaft
1956 Österreichische Gesellschaft zur Förderung von Landeskunde und Landesplanung
Ehrungen:
1960 Honorarprofessor der Georg-August-Universität Göttingen
weitere Informationen:
1918 Gasvergiftung in Flandern.
1933 Ausscheiden Brünings aus dem Lehramt aufgrund seiner SPD-Mitgliedschaft.
Auseinandersetzung mit Eduard Banse im Mai 1933.


Quellen:
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 I Nr. 74
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 I Nr. 137
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 I Nr. 143
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 I Nr. 233
P. Trommsdorff, Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover 1831-1931, Hannover 1931, S. 45f.
P. Trommsdorff, Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover 1831-1956, neubearbeitet von H. Rotermund, Hannover 1956, S. 64.
Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 21, 1969, S. 58f.
Johannes Göderitz, Nachruf in: Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 13, 1961, S. 216.
R. Seidel u. a., Catalogus Professorum 1831-1981. Festschrift zum 150jährigen Bestehen der Universität Hannover, Bd. 2, Stuttgart 1981, S. 32.
Michael Wettern, Daniel Weßelhöft, Opfer nationalsozialistischer Verfolgung an der Technischen Hochschule Braunschweig 1930 bis 1945, Hildesheim u. a. 2010 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 5), S. 98-101.
weitere Literatur:
Leendertz, Ariane (2008): Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung. In: Ingo Haar und Michael Fahlbusch (Hg.): Handbuch der völkischen Wissenschaften. Personen, Institutionen, Forschungsprogramme, Stiftungen. München: K. G. Saur, S. 520–527.
Internet-Ressourcen:
GND: 118674633

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