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Eintrag von "Emil August Robert Herzig"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000216 (abgerufen am 30.05.2026)

Herzig, Emil August Robert

Dipl.-Ing.
 
1935-1945 o. Professor für Gebäudekunde, Konstruktive Gestaltung, Entwerfen von Hochbauten
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1935-1937 Technische Hochschule (1878-1937)
1937-1945 Technische Hochschule (1937-1967)
Fachgebiet:
56 Bauwesen


Lebensdaten:
geboren am 09.10.1898 in Bad Harzburg
gestorben am 10.12.1962 in Gifhorn
 Konfession:
evangelisch-lutherisch

Kurzbiographie:
Bürgerschule in Königslutter
1917 Gymnasium in Helmstedt (sog. Kriegsabitur)
1919-1925 Studium der Architektur an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig und der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule München
1925-1927 Vorbereitungsdienst als Regierungsbauführer in Wolfenbüttel, Holzminden, Helmstedt und Braunschweig
1928 Regierungsbaumeister im Bauamt der Stadt Braunschweig
1929-1930 stellvertretender Leiter des Hochbauamtes Gandersheim
1930 Referent bei der Braunschweigischen Baudirektion
1933 Stadtverordneter Braunschweig und Regierungsbaurat
1934-1935 Oberregierungsbaurat und Leiter der Hochbau- und Siedlungsabteilung des Braunschweigischen Finanzministeriums
ab 1940 Oberregierungsbaurat der Luftwaffe
1945 Entlassung aus politischen Gründen (daraufhin interniert bis 1946)
1948-1949 Architekt für sozialen Wohnungsbau in Minden und Gifhorn
1949-1955 sog. Beamter zur Wiederverwendung mit Wartegeld; Rechtsstreit um Wiedereinsetzung
1953 sog. Beamter zur Wiederverwendung
akademische Abschlüsse:
Studium 1925 Dipl.-Architekt an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
Studium 1928 Staatsprüfung für das Hochbaufach

akademische Selbstverwaltung:
1935-1936 Leiter der Dozentenschaft
1936-1943 Rektor
1944-1945 Dekan der Fakultät für Bauwesen
Funktionen:
1935-1938 Leiter des Ausschusses für Denkmalpflege im Land Braunschweig
1937 Ratsherr der Stadt Braunschweig
Arbeitsausschuss für Volkskultur im Landesverkehrsverband Harz
Beratungsstelle für die Verwendung von Naturasphalt
Rechtsausschuss für baulichen Luftschutz
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
Akademie für Städtebau
freie Akademie für Bauforschung
Bulgarischer Akademischer Verein
weitere Mitgliedschaften:
1915-1917 Verband für die militärische Vorbereitung der Jugend im Herzogtum Braunschweig
Ehrungen:
1914-1918 bulgarische und ungarische Kriegserinnerungsmedaille
1940 Eisernes Kreuz II. Klasse
1944 Kriegsverdienstkreuz II. KIasse
Ehrenkreuz für Frontkämpfer
Ehrenvorsitzender des Bulgarischen Akademischen Vereins
Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern
Parteimitgliedschaften:
1931 NSDAP
weitere Informationen:
Im Zeitraum 1917-1918 war Emil Herzig im Kriegsdienst beim Feldartillerieregmient 46, nach dem Krieg Freiwilliger beim Zweitfreiwilligenbatallion Braunschweig.
Im Jahr 1937 nahm Emil Herzig teil am "Internationalen Kongress für Wohnungswesen und Städtebau" in Paris/Frankreich.
Zu den Bauten unter Mitwirkung Emil Herzigs gehören u.a.: Botanische Forschungsanstalt in Gliesmarode (1928-1933); Reichsjägerhof für Hermann Göring in BS-Riddagshausen (1934); Bernhard-Rust-Hochschule für Lehrerbildung (1934-1937); Entwurf für den Umbau des Braunschweiger Residenzschlosses zur SS-Junkerschule; Vorentwurf (zusammen mit Flesche und Gerstenberg) für die KdF-Wagen-Stadt (Wolfsburg).
Gegen eine mögliche Wiederberufung Emil Herzigs an die TH Braunschweig legte die Architekturabteilung 1951/1952 entschiedenen Widerspruch ein.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Roland Böttcher, Die Architektur-Lehrer der Technischen Hochschule Braunschweig 1914-1960, Braunschweig 1987, S. 47f.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B07, Nr. 306 (Personalakte).
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 2 Nr. 541.
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 66-68.
H. U. Mey, Chr. Streibel, Braunschweig. Architekturführer, Stadtentwicklung und Gebäudebeschreibungen, Braunschweig 1986, S. 188, 228.
Daniel Weßelhöft, Von fleißigen Mitmachern, Aktivisten und Tätern. Die Technische Hochschule Braunschweig im Nationalsozialismus, Hildesheim u. a. 2012 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 6), S. 252-256.
weitere Literatur:
B. Stubenvoll, Die Beteiligung der Technischen Hochschule Braunschweig an den Planungsvorgängen in der NS-Zeit, in: Projektberichte zur Geschichte der Carolo-Wilhelmina, Heft 3, 1987, S. 151-166.
Internet-Ressourcen:
GND: 1034904442

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16.03.2017 / 17.10.2023