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Eintrag von "Curt Koßwig"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000277 (abgerufen am 25.05.2026)

Koßwig, Curt

Dr. phil. habil. Dr. h.c.
 
1933-1937 a.o. Professor für allgemeine Biologie und Zoologie
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1933-1937 Technische Hochschule (1878-1937)
Fachgebiet:
42 Biologie


Namensvarianten:
Kosswig
Lebensdaten:
geboren am 30.10.1903 in Berlin
gestorben am 29.03.1982 in Hamburg

Kurzbiographie:
04.1922 Abitur am Hohenzollerngymnasium in Berlin-Schöneberg
Studium der Philosophie und Naturwissenschaften an der Universität Berlin
1926 Assistent am Institut für Vererbungslehre der landwirtschaftlichen Hochschule Berlin
1927 Assistent am Zoologischen Institut der Universität Münster
1930-1933 Privatdozent an der Universität Münster
1935/36 Vertretung des zoologischen Ordinariats der Universität Münster (WiSe)
1937-1955 Professor an der Universität Istanbul/Türkei
1955-1968 o. Professor für Zoologie an der Universität Hamburg und Direktor des Zoologischen Staatsinstitutes und Museums
akademische Abschlüsse:
Promotion 1927 Dr. phil. an der Universität Berlin
Titel der Arbeit: "Über die Vererbung und Bildung von Pigment bei Kaninchenrassen"
Habilitation 1930 an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin

akademische Selbstverwaltung:
1934-1937 Vorstand des Biologischen Institutes
Funktionen:
1933 Leiter des Naturhistorischen Museums in Braunschweig
1933 stellvertretender Schulungsleiter im Rasse- und Siedlungsamt der SS
1957 Präsident der Deutschen Zoologischen Gesellschaft
weitere Mitgliedschaften:
1933-1936 SS
Ehrungen:
1968 Dr. h.c. den Universitäten Istanbul/Türkei und Saarbrücken
1970 Dr. h.c. der Universität Gießen
1972 Großes Bundesverdienstkreuz
weitere Informationen:
Curt Koßwig erhielt nach seinem Tod ein Staatsbegräbnis in Rumeli Hisar bei Istanbul/Türkei.
Unter anderem aufgrund wissenschaftlicher Differenzen mit der politischen NS-Rassenlehre und seiner Beziehungen zu Personen jüdischer Herkunft (darunter die Professoren Leopold von Ubisch und Alfred Heilbronn), war Koßwitz Denunziationen und Verhören ausgesetzt und ihm wurde eine Deportation ins Konzentrationslager angedroht.
Am 28.09.1937 beantragte Koßwig seine Entlassung und floh am selben Tag nach Istanbul/Türkei.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 Nr. 54.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B07 Nr. 337 (Personalakte).
Michael Wettern, Daniel Weßelhöft, Opfer nationalsozialistischer Verfolgung an der Technischen Hochschule Braunschweig 1930 bis 1945, Hildesheim u. a. 2010 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 5), S. 515-153.
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 58-59.
Internet-Ressourcen:
GND: 118715178

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24.03.2017 / 17.10.2023