Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Otto Paul Lutz"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000324 (abgerufen am 10.12.2025)

Lutz, Otto Paul

Dr.-Ing. habil.
 
1936-1943 Dozent für Flugmotoren
1947-1951 Lehrauftrag "Motoren für heimische Treibstoffe"
1951-1954 Vertreter des Lehrstuhls für Maschinenelemente
1954-1974 o. Prof. für Maschinenelemente und Fördertechnik
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1936-1937 Technische Hochschule (1878-1937)
1937-1967 Technische Hochschule (1937-1967)
1968-1974 Technische Universität (seit 1968)
Institut:
1942 Institut für Kolbenmaschinen
1951-1954 Institut für Maschinenelemente
Lehr- und Forschungsgebiete:
Thermodynamik, Verbrennungsmotoren, Luftfahrttriebwerke
Fachgebiet:
52 Maschinenbau, Energietechnik, Fertigungstechnik
53 Elektrotechnik
55 Verkehrswesen, Verkehrstechnik


Lebensdaten:
geboren am 08.04.1906 in Stuttgart-Bad Cannstatt
gestorben am 02.05.1974 in Braunschweig

Kurzbiographie:
-1924 Oberrealschule in Bad Cannstatt
1925-1929 Maschinenbau-Studium an der TH Stuttgart
1924-1925 praktische Tätigkeit bei der Bosch AG in Stuttgart und der Maschinenfabrik Esslingen
1929-1936 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Labor für Verbrennungskraftmaschinen an der TH Stuttgart, zuletzt als Oberingenieur
1934 Lehrstuhlvertretung und kommissarische Leitung des Labors an der TH Stuttgart, in dieser Zeit Zusammenarbeit mit Porsche bei der Entwicklung der Motoren für den VW, die in Stuttgart geprüft wurden, ferner Zusammenarbeit mit Motorenfirmen, Forschungsarbeiten für das Luft- und Verkehrsministerium
1936-1943 Abteilungsleiter an der Luftfahrtforschungsanstalt Braunschweig im Bereich Strahlantriebe
ab 1940 o. Professor im Reichsdienst
1942 Vertreter des Lehrstuhls und Instituts für Kolbenmaschinen an der TH Braunschweig
1943 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Gesellschafter der "Büssing-NAG-Entwicklungs-GmbH"
1943-1945 Leiter des Instituts für Sondertriebwerke an der Luftfahrtforschungsanstalt Hermann Göring (LFA) in München
1945-1947 Consulting Engineer in Völkenrode
1958-1969 Präsident und Senator des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt
akademische Abschlüsse:
Studium 1929 Diplom in Maschinenbau an der TH Stuttgart
Promotion 1930 Dr.-Ing. an der TH Stuttgart
Titel der Arbeit: "Untersuchungen über die Spülung von Zweitaktmotoren"
Habilitation 22.01.1934 für Wärmelehre und Technische Messungen an der TH Stuttgart
Titel der Arbeit: "Resonanzschwingungen in Rohrleitungen von Kolbenmaschinen"

akademische Selbstverwaltung:
1954 in Personalunion Leiter des Institutes für Strahltriebwerke an der wiedergegründeten Deutsche Forschungsanstalt für Luftfahrt
1955-1958 Dekan der Fakultät für Maschinenwesen
Direktor des Instituts für Maschinenelemente und Fördertechnik
Funktionen:
1938 Betreuung eines Entwicklungsbetriebes, der Sonderaufgaben im Auftrag des Reichsluftfahrtministeriums durchführte
1946-1954 Leiter der LUTZ-GmbH
Vorstandsmitglied des Deutschen Museums
wissenschaftliche Beratertätigkeit
weitere Mitgliedschaften:
Deutsche Gesellschaft für Flugwissenschaft
Wissenschaftliche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt
Deutsche Gesellschaft für Raketentechnik und Raumfahrt
Deutsche Raketengesellschaft
Braunschweigische Wissensgesellschaft
1955 Advisory Group for Aerospace Research and Development (Chairman 1963-1965)
Deutsche Akademie der Luftfahrtforschung
Ehrungen:
1940 Leistungsprämie der Lilienthalgesellschaft
1944 Lilienthal-Preis
1966 Fellow Royal Aeronautic Society
1967 Großes Bundesverdienstkreuz
Ehrenplakette des Verein Deutscher Ingenieure
weitere Informationen:
Entwicklung von Verfahren zur Leistungssteigerung von Flugmotoren (GM1), ferner des Mopeds LUTZ P 53 (Modell im Städtischen Museum Braunschweig) bzw. Lutz-Motors.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1, Nr. 39
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1, Nr. 122
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. T002 (Sammlung Gerke).
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B7, Nr. 371 (Personalakte).
Luftfahrtwissenschaft und -technik, Wer ist Wo?, 1. Ausgabe: Forschung und Lehre, hrsg. von der Deutschen Akademie der Luftfahrtforschung, Berlin 1939, S. 70
Nachruf in: Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 25, 1974, S. 131
Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 21, 1969, S. 162
Festschrift Prof. Dr.-Ing. habil. Otto Lutz zur Vollendung seines 65. Lebensjahres von seinen Mitarbeitern gewidmet, Braunschweig 1971
Spies‚ J., Das Moped von TU-Professor Otto Lutz, Ein technikgeschichtliches Zeugnis aus neuster Zeit, Deine Stadt, Heft 10, 1988, S. 34f.
Jahrbuch der Deutschen Akademie für Luftfahrtforschung 1941/42, S. 263
Internet-Ressourcen:
GND: 137893329

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24.03.2017 / 05.03.2024