Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Friedrich Ludwig Meyenberg"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000339 (abgerufen am 24.05.2026)

Meyenberg, Friedrich Ludwig

Dipl.-Ing. habil.
 
1925-1926 Privatdozent für Betriebswirtschaftslehre/Betriebswissenschaften
1926-1933 a.o./plm. Professor für Betriebswirtschaftslehre/Betriebswissenschaften
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1926-1933 Technische Hochschule (1878-1937)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Arbeitszeitmessung/Refatechnik, Fabrikorganisation


Lebensdaten:
geboren am 22.10.1875 in Hannover
gestorben am 02.10.1949 in Frankfurt
Familie:
Vater: Dr. med. M. Meyenberg, Arzt/Geh. Sanitätsrat
Mutter: geb. Jüdell
Ehefrau: Lucy Kracke
Tochter: 3 Töchter

Kurzbiographie:
-1894 Gymnasium
1894-1898 Maschinenbau-Stdium an den TH Hannover und Berlin
1898-1900 Assistent am Institut für Technische Physik bei E. Meyer an der Universität Göttingen
-1925 Tätigkeiten in der Industrie
1925 Privatdozent "Abrechnungswesen in Maschinenfabriken“ an der TH Berlin
1925- Tätigkeit als Redakteur für die Zeitschrift "Maschinenbau" in der Abteilung Gestaltung/Betrieb
akademische Abschlüsse:
Studium Dipl.-Ing. in Maschinenbau
Habilitation 1925 an der TH Berlin

akademische Selbstverwaltung:
1926-1933 Leiter des Praktikantenamtes
1927-1933 Leiter des Institutes für Betriebswissenschaft (zusammen mit Schmitz)
Funktionen:
1925 hauptamtlicher Geschäftsführer der am 30.09.1924 gegründeten REFA (Verband für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung)
1926 Vortragskurs an der TH Dresden über das Wesen der REFA-Arbeiten
Sachverständiger für betriebswissenschaftliche Fragen der Zeitschrift des Verband deutscher Ingenieure
Stellvertretender Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Betriebsingenieure
Vorsitzender des Arbeitsausschusses "Einführung der Normen in die Praxis" (in Verbindung mit dem Deutsches Institut für Normung)
weitere Mitgliedschaften:
Verband deutscher Ingenieure
weitere Informationen:
Meyenberg war unter anderem tätig als (Tätigkeiten in der Industrie): Konstruktionsingenieur bei der Gasmotoren-Fabrik Deutz.
Offert- und Versuchsingenieur bei der Maschinenbau A.G. Balcke.
Oberingenieur bei Max Jüdel C. in Braunschweig.
Technischer Direktor bei den Waffen-Werken Oberspree Kornbusch & Co.
Leiter der Betriebsverwaltung bei der Knorrbremse A.G. Berlin-Lichtenberg.
Technischer Direktor der Riebe Kugellager- und Werkzeugfabriken Berlin-Weißensee.
Leiter der Abteilung Innenorganisation der Deutschen Werke A.G. Berlin.
Übersetzer von Gantts "Organisation der Arbeit".
Meyenberg wurde aufgrund seiner jüdischen Abstammung auf Grundlage des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums zum 1. November 1933 nahezu ohne Pension in den Ruhestand versetzt und verlor seine Stelle bei der REFA; 1935 emigrierte er nach Großbritannien und arbeitete in der Industrie; Meyenbergs Lehrgebiete wurden von Felix Eisele und Gottfried Kritzler übernommen.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 Nr. 53
Michael Wettern, Daniel Weßelhöft, Opfer nationalsozialistischer Verfolgung an der Technischen Hochschule Braunschweig 1930 bis 1945, Hildesheim u. a. 2010 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 5), S. 166f
Internet-Ressourcen:
GND: 1035096331

[GND-Link auf diese Seite: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/gnd/1035096331]


eingestellt / geändert:
24.03.2017 / 09.11.2023