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Eintrag von "Leo Pungs"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000406 (abgerufen am 30.05.2026)

Pungs, Leo

Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h.
 
1927-1946 o. Professor für Fernmelde- und Hochfrequenztechnik
1946-1951 o. Professor für Fernmelde- und Hochfrequenztechnik
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1927-1946 Technische Hochschule (1937-1967)
1946-1951 Technische Hochschule (1937-1967)
Institut:
Institut für Fernmelde- und Hochfrequenztechnik
Lehr- und Forschungsgebiete:
Hochfrequenztechnik
Modulationstechnik
Fachgebiet:
53 Elektrotechnik


Lebensdaten:
geboren am 07.08.1883 in Moskau (Moskau/Russland)
gestorben am 16.02.1979 in Braunschweig
Familie:
Vater: Wilhelm Julius Pungs, Fabrikbesitzer
Mutter: Johanna Wllhelmine P., geb. Blomquist
Ehefrau: Anna Drewa, (Heirat 1917)
Sohn: 1 Sohn

Kurzbiographie:
Deutsche Schule in Moskau/Russisches Kaiserreich
1900-1906 Studium der Elektrotechnik an der Technischen Hochschule zu Darmstadt
1906-1909 Assistent am Elektrotechnischen Institut der Technischen Hochschule zu Darmstadt
1909-1911 Ingenieur bei Brown, Boverie & Cie. in Baden
1912-1913 Ingenieur bei der C. Lorenz A.G. in Berlin
1914 Oberingenieur bei den Siemens-Schuckert-Werken in Berlin
1919-1927 Stellvertretender technischer Direktor (mit Prokura) bei der Lorenz A.G. in Berlin
1946 Suspendierung (03.01.1946) vom Dienst an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
1946 Wiederberufung (01.11.1946) in den Dienst an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
1951 Emeritierung, Vorlesungstätigkeit bis 1979
akademische Abschlüsse:
Studium 1906 Diplomprüfung in Elektrotechnik an der Technischen Hochschule zu Darmstadt
Promotion 1912 Dr.-Ing. bei Kittler und Petersen an der Technischen Hochschule zu Darmstadt
Titel der Arbeit: "Über das dielektrische Verhalten flüssiger Isolierstoffe bei hohen Wechselspannungen"

akademische Selbstverwaltung:
1927-1951 Leiter des Institutes für Fernmeide- und Hochfrequenztechnik
1928-1930 Vorstand der Abteilung für Elektrotechnik
1933-1944 Vorstand der Abteilung für Elektrotechnik
1948-1950 Vorstand der Abteilung für Elektrotechnik
1948-1950 Wahlsenator
1951-1953 Vertretungsweise Wahrnehmung der Institutsgeschäfte
Funktionen:
1935 Mitglied der Fernsehgemeinschaft der Reichsrundfunkkammer
Gerichtsgutachter, unter anderem in Patentrechtsfragen
weitere Mitgliedschaften:
1953-1956 Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft (Präsident)
Ehrungen:
1953 Dr.-Ing. E.h. der Technischen Hochschule zu Darmstadt
1953 Großes Bundesverdienstkreuz
1973 Bredow-Medaille
Ehrenmitglied der Deutsche Gesellschaft für Ortung und Navigation
Erinnerungskolloquium zum 100. Geburtstag
Festakt zum 50. Hochschullehrerjubiläum
weitere Informationen:
1914 Kriegsfreiwilliger, Kriegsdienst zunächst für acht Monate als Funker beim Telegraphen-Bataillon Berlin‚ dann als Ingenieur für Funktelegraphie bei der Inspektion des Torpedowesens in Kiel bis 1919.
Im Zweiten Weltkrieg als Marineoberbaurat wieder in Kiel, Forschungsarbeiten i.A. der Reichsmarine.
Patente im Bereich der Modulationstechnik, u.a. Hapug-Modulation (DRP 600403 vom 3.5. 1931), insgesamt etwa 50 Patente.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 Nr. 275.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B07 Nr. 412 (Personalakte, 2 Bände).
Nachruf in: Mitteilungen der TU Braunschweig 24, Heft 3/4, 1979, S.85ff.
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 7, 14, 123-124, 185.
weitere Literatur:
S. Weiher (Hrsg.), Männer der Funktechnik, Berlin 1983.
Internet-Ressourcen:
GND: 10703154X

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27.03.2017 / 09.11.2023