Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Otto Heinrich Theodor Schmitz"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000466 (abgerufen am 17.01.2026)

Schmitz, Otto Heinrich Theodor

Dr.-Ing.
 
1921-1932 o. Professor für Werkzeugmaschinen, Werkstoffkunde, Herstellungsverfahren und Schweißtechnik
1946-1948 o. Professor für Werkzeugmaschinen, Werkstoffkunde, Herstellungsverfahren und Schweißtechnik in Vertretung
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1921-1925 Technische Hochschule (1878-1937)
1926-1932 Technische Hochschule (1878-1937)
1946-1948 Technische Hochschule (1937-1967)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Ballistik, Werkstoffkunde


Lebensdaten:
geboren am 10.01.1879 in Potreroseco/Chile
gestorben am 13.05.1965 in in Braunschweig
Familie:
Vater: Heinrich Schmitz, Privatmann
Mutter: Anna Sch., geb. Buckendahl
Ehefrau: Carmelita Tolch, (Heirat 28.7.1906)
Sohn: 1 Sohn
Tochter: 1 Tochter

Kurzbiographie:
Wilhelm-Gymnasium in Braunschweig
1899-1903 Maschinenbau-Studium an den TH Braunschweig und München
1903-1904 Assistent für darstellende Geometrie an der TH Braunschweig
1904-1905 Lehrer an der Höheren Textilfachschule Sorau/Lausitz
1905-1915 Oberingenieur bei Krupp in Essen
1917/1918 Oberingenieur bei der Firma Henschel
-1921 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Henrichshütte in Hattingen
1936-1944 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fa. Rheinmetall Borsig A.G./Düsseldorf
1944-1945 Leiter und wissenschaftlicher Berater des Werkes Rothenburg/Saale der Mansfeld A.G.
akademische Abschlüsse:
Studium Dipl.-Ing. in Maschinenbau
Promotion 1910 Dr.-Ing. bei Schöttler an der TH Braunschweig
Titel der Arbeit: "Über Druckmessungen an hydraulischen Geschützbremsen. Ein Beitrag zur Theorie der Indikatoren."

akademische Selbstverwaltung:
1921 Vorstand des Technologischen Institutes
1923-1925 Vorstand der Abteilung für Maschinenbau
1930-1932 Rektor
Mitbegründer und Leiter der Institute für Schweißtechnik und Betriebswissenschaften
Funktionen:
1932-1936 Teilhaber der Metallfabrik Goliasch/Berlin
nach dem Zweiten Weltkrieg Stadtrat in Braunschweig
weitere Mitgliedschaften:
1949 BWG
Gesellschaft für Wissenschaft und Leben im Rheinisch-Westfälischen Industriebezirk
weitere Informationen:
1915-1916 Kriegsdienst.
Schmitz war Gauß-Stipendiat.
Nachdem Schmitz sich 1932 öffentlich gegen Hitler ausgesprochen hatte und in einem Disziplinarverfahren wegen vermeintlichen Verstoßes gegen § 13 des Braunschweiger Staatsbeamtengesetzes verurteilt worden war, wurde er aus dem Dienst entlassen; sein Berufung wurde im April 1933 verworfen.
Schmitz' Lehrgebiete wurden von Felix Eisele und Gottfried Kritzler übernommen.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B07 Nr. 456
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. N 2 Sch 43
Niedersächsisches Landesarchiv Wolfenbüttel, Best. 12 Neu 16 Nr. 425
Nachruf in: Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 18, 1966, S. 175
Michael Wettern, Daniel Weßelhöft, Opfer nationalsozialistischer Verfolgung an der Technischen Hochschule Braunschweig 1930 bis 1945, Hildesheim u. a. 2010 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 5), S. 189f
Internet-Ressourcen:
GND: 1035129876

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eingestellt / geändert:
30.03.2017 / 09.11.2023