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Eintrag von "Franz Ferdinand Unger"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000534 (abgerufen am 30.05.2026)

Unger, Franz Ferdinand

Dr. techn.
 
1920-1950 o. Professor für Elektromaschinenbau
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1920-1921 Technische Hochschule (1878-1937)
1921-1925 Technische Hochschule (1878-1937)
1926-1937 Technische Hochschule (1878-1937)
1937-1950 Technische Hochschule (1937-1967)
Institut:
Institut für elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen
Institut für Elektromaschinenbau
Lehr- und Forschungsgebiete:
Elektrische Bahnen
Induktionsmaschinen
Magnetische Schweißnahtprüfung
Fachgebiet:
52 Maschinenbau, Energietechnik, Fertigungstechnik


Lebensdaten:
geboren am 19.01.1882 in Preßburg/Österreich-Ungarn (Bratislava/Slowakei)
gestorben am 30.03.1975 in Braunschweig
Familie:
Vater: Franz Johann Unger, Zuckerbäcker
Mutter: Helene Unger, geb. Bode
Ehefrau: Margarete Unger, geb. Conrads, Heirat 01.09.1915 (Charlottenburg)

Kurzbiographie:
1901-1905 Studium des Maschinenbaus an den Technischen Hochschulen in Wien und Cattaro
1906-1910 Ingenieur in der Abteilung für elektrische Bahnen der Siemens-Schuckertwerke AG in Berlin
1910-1911 Konstrukteur bei der Lehrkanzel für Elektrotechnik bei der Deutschen Technischen Hochschule Prag/Österreich-Ungarn
1911 Projektierungsingenieur in der Bahnabteilung bei den Österreichischen Siemens-Schuckert-Werke, Wien/Österreich-Ungarn
1911-1920 Oberingenieur/Assistent (zuletzt als Vertreter von Kloss) am Lehrstuhl für Elektromaschinenbau der Königlich Technischen Hochschule zu Berlin
1950 Emeritierung
1961 Vertretung Prof. Küblers
akademische Abschlüsse:
Studium 1903 1. Staatsprüfung für Maschineningenieure
Studium 1906 2. Staatsprüfung für Maschineningenieure
Promotion 1911 Dr. techn. bei Pichelmayer an der Technischen Hochschule Wien/Österreich-Ungarn
Titel der Arbeit: "Über die Querfelddämpfung bei Einphasen-Wechselstrom-Generatoren und Drehtransformatoren mit verteilter Wicklung"

akademische Selbstverwaltung:
1921-1923 Vorstand der Abteilung für Maschinenbau
1926, 1930-1932 Vorstand der Abteilung für Elektrotechnik
1945-1947 Leiter der Abteilung für Elektrotechnik
Funktionen:
1933- Prüfungskommissar für Elektrotechnik am Hindenburg-Polytechnikum in Oldenburg
wissenschaftliche Gutachtertätigkeiten
weitere Mitgliedschaften:
Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
Mitglied in der Reichsdozentenschaft
Mitglied des Reichsluftschutzbundes der Technischen Nothilfe
Mitglied im Reichsbund der höheren Beamten
seit 1929 Mitglied im NS-Reichsbund für Leibesübungen
1933 - 1935 Mitglied im Stahlhelm
seit 1937 Mitglied im NSV
seit 1937 Mitglied im NS-Bund deutsche Technik
Ehrungen:
1914 Verleihung des österreichischen Militär-Jubiläumskreuzes
1917 österreichische bronzene Militär-Verdienstmedaille am Bande des Militär-Verdienstkreuzes
1935 Ehrenkreuz für Frontkämpfer
1936 Ehrenzeichen 1920 der Technischen Nothilfe
1959 Großes Bundesverdienstkreuz
Goldenes Dr.-Diplom der TH Wien
weitere Informationen:
Zur militärischen Biographie Franz Ungers zählen diese Daten: 1914-1918 Kriegsdienst an der Front; 1939 Einberufung zur Kriegsmarine, 1940 Freistellung für Forschungsaufträge der Kriegsmarine (u.a. über Tastgeräte für Körperschall, Elektromagnete für Haftminen, Unterwasserschweißung, Elektromagnetische Suchgerät für Hafeneinfahrten), der Luftwaffe und des Reichsamtes für Wirtschaftsausbau.
Franz Unger hatte 18 Patente und Patentanmeldungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik und der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A1 Nr. 7.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A1 Nr. 63.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A1 Nr. 230.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B7, Nr. 492 (Personalakte)
Nachruf, in: Mitteilungen der TU Brauschweig 10, 1975, Heft 2, S. 49
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 7, 125-130.
Elektrotechnische Zeitschrift 73, 1952, S. 82f.
Archiv der elektrischen Übertragung 6, 1952, S. 90.
Elektrotechnische Zeitschrift 78, 1957, S. 143f.
Elektrotechnische Zeitschrift B 9, 1957, S. 62.
Internet-Ressourcen:
GND: 1035161923

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30.03.2017 / 12.03.2024