Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Hermann Flesche"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000136 (abgerufen am 20.05.2026)

Flesche, Hermann

Dr.-Ing. habil.
 
1921-1923 Privatdozent für Baukunst
1923-1924 a.o. Professor für Baukunst
1924-1946 o. Professor für Baukunst (Baugeschichte, Kunstgeschichte, Städtebau)
1946-1955 o. Professor für Baukunst (Baugeschichte, Kunstgeschichte, Städtebau)
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Einrichtung:
1921-1937 Technische Hochschule (1878-1937)
1937-1946 Technische Hochschule (1937-1967)
1946-1955 Technische Hochschule (1937-1967)
Fachgebiet:
56 Bauwesen


Namensvarianten:
Ludwig Hermann
Lebensdaten:
geboren am 21.10.1886 in Rheinbrohl
gestorben am 04.01.1972 in Braunschweig
Familie:
Vater: Hermann Flesche, Fabrikant und Generaldirektor
Mutter: Dora Flesche, geb. Susewind
Ehefrau: Ottilia Flesche geb. Grünewald, Heirat 1913
Sohn: 2 Söhne

Kurzbiographie:
bis 1906 Gymnasium in Linz und in Andernach
1906-1908 Studium der Jura und der Kunstgeschichte in Genf/Schweiz, München und an der Königlich Technischen Hochschule zu Berlin
1908-1912 Studium der Architektur an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig sowie der Königlich Technischen Hochschule zu Berlin
1912 Architekt in den "Leipziger Werkstätten" (bei P. Würzler-Klopsch), Leipzig
1912-1913 Stadtbaumeister in Chemnitz
1919-1921 Assistent im Fachgebiet Baukonstruktion an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
1919-1924 Stadtbaumeister in Braunschweig
1946 Suspendierung (02.01.1946) vom Dienst an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
1946 Wiederberufung (01.10.1946) in den Dienst an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
akademische Abschlüsse:
Promotion 1920 Dr.-Ing. an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig
Titel der Arbeit: "Die städtebauliche Entwicklung der Stadt Brügge"
Habilitation 1921 an der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina Braunschweig

akademische Selbstverwaltung:
1925-1928 Dekan der Abteilung für Architektur
1935-1936 Dekan der Fakutät für Bauwesen
1948-1949 Wahlsenator
1951-1953 Wahlsenator
1949-1951 Dekan der Fakutät für Bauwesen
Funktionen:
1946-1952 Mitglied des Planungsausschusses der Stadt Braunschweig
1951-1954 Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
1944 Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
1947 Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung
weitere Mitgliedschaften:
Bayerischer Kunstgewerbeverein
Deutscher Verein für Kunstwissenschaft
Verein "Junge Bühne"
Ehrungen:
1958 Großes Bundesverdienstkreuz
Ehrenvorsitzender des Bundes Bildender Künstler
Goldene Medaille der Stadt Braunschweig
Eisernes Kreuz I und II
weitere Informationen:
Im Zeitraum 1914-1918 leistete Hermann Flesche Kriegsdienst (Offizier); nebenamtlich war er zuständig für Kunstpflege und Inventarisierung belgischer Kunstdenkmäler in Westflandern.
Zu Hermann Flesches Bauten zählen u.a. (im Braunschweiger Gebiet): Öffentliche Bücherei (1926/27), Nibelungensiedlung/Siegfriedviertel (1927), Siedlung Lehndorf, Altstadtsanierung Braunschweig (1934), Dietrich Klagges-Schule Braunschweig, Hoffmannhaus in Fallersleben.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B7 Nr. 262 (Personalakte).
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. G030 (Nachlassteil).
Stadtarchiv Braunschweig, H VIII A: 1141 a.
Roland Böttcher, Katalog ehemaliger Architektur-Lehrer der Technischen Universität Braunschweig und ihrer Vorgänger, (ms.) Braunschweig 1985, S. 31ff.
H. U. Mey, Chr. Streibel, Braunschweig. Architekturführer. Stadtentwicklung und Gebäudebeschreibungen, Braunschweig 1986, S. 17, 148.
Nachruf in: Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 23, 1971/72, S. 358ff.
Braunschweiger Zeitung vom 21.10.1956
Braunschweiger Zeitung vom 21.10.1971
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 6, 12, 65, 138, 184.
Roland Böttcher / Kristiana Hartmann / Monika Lemke-Kokkelink, Die Architekturlehrer der TU Braunschweig 1814-1995. Braunschweiger Werkstücke 94. Braunschweig 1995, S. 222-223.
Internet-Ressourcen:
GND: 1024324532

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