Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Gottfried Kritzler"
im Braunschweiger Professor*innenkatalog,
URL: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/id/cpb_person_00000281 (abgerufen am 17.01.2026)

Kritzler, Gottfried

Dr.-Ing.
 
1933-1936 a.o. planmäßiger Professor für mechanische Technologie (persönliches Ordinariat)
1936-1945 o. Professor für Betriebswirtschaften, Werkstoffkunde und Herstellungsverfahren und Schweißtechnik
(Vorgänger, Nachfolger)

(Langeintrag)

catalogue entry

Einrichtung:
1933-1937 Technische Hochschule (1878-1937)
1937-1945 Technische Hochschule (1937-1967)
Institut:
Institut für Werkstoffkunde, Metallographie und Schweißtechnik
Fachgebiet:
51 Werkstoffkunde


Lebensdaten:
geboren am 30.03.1893 in Wilhelmshaven
gestorben am 28.06.1945 in Braunschweig
 Konfession:
evangelisch-lutherisch
Familie:
Vater: Julius Kritzler, Marineoffizier und Direktor der marinetechnischen Abteilung Kiel der Firma Körting
Mutter: Mathilde Pauline Kritzler, geb. Uschmann
Ehefrau: Marie Elisabeth Luise Kritzler, geb. Keller
Sohn: 1 Sohn
Tochter: 1 Tochter

Kurzbiographie:
bis 1911 Oberrealschule in Kiel
1911-1913 Praktische Ausbildung auf der Kaiserlichen Werft in Kiel und bei der Firma Körting in Hannover in Vorbereitung auf eine Offizierslaufbahn und den Besuch der Marine-Ingenieurschule
1913 Eintritt in die Marine
1919 Abitur in einem Sonderlehrgang für Kriegsteilnehmer
1919-1922 Studium des Maschinenbaus an der Technischen Hochschule Hannover und der Technischen Hochschule zu Darmstadt
1921-1922 Assistent (bei Heidebroek) an der Technischen Hochschule zu Darmstadt
1923-1925 Betriebsleiter in der Dampfkesselindustrie bei der Firma L. u. C. Steinmüller in Gummersbach
1925-1933 Chefingenieur der Firma Meier und Weichelt in Leipzig
akademische Abschlüsse:
Studium 1922 Dipl.-Ing. Maschinenbau
Promotion 1928 Dr.-Ing. an der Technischen Hochschule zu Darmstadt
Titel der Arbeit: "Die Platzkostenrechnung im Dienst der Betriebskontrolle und Preiskalkulation"

akademische Selbstverwaltung:
1936-1943 Dekan der Abteilung für Maschinenbau
1942-1945 Direktor des Instituts für Werkstoffkunde, Metallographie und Schweißtechnik
Leiter des Praktikantenamtes
Funktionen:
1936 Leiter der Arbeitsgemeinschaft für Raumforschung an den deutschen Hochschulen
Gutachtertätigkeit
Ehrungen:
Ehrenkreuz für Frontkämpfer
1917 Eisernes Kreuz II. Klasse
Parteimitgliedschaften:
01.05.1933 NSDAP
weitere Informationen:
Kriegsdienst 1914-1918 als Ingenieurs-Leutnant der Marine; 1916 Teilnahme an der Skagerrak-Schlacht an Bord des Linienschiffes "S.M.S. Kaiser"; 1917 an Bord des kleinen Kreuzers "S.M.S. Nürnberg" Teilnahme an der Schlacht in der Deutschen Bucht. Nach dem Waffenstillstand wurde Kritzler Mitglied der Marine-Brigade von Loewenfeld, einem der ersten Freikorps.
1940 Einberufung in die Kriegsmarine, 1941 Korvettenkapitän.
Kriegswichtige Forschung im Auftrag der Marine.
Kritzler starb 1945 an den Folgen einer unsachgemäß durchgeführten Magenoperation.
Nach der Entlassung von Otto Heinrich Theodor Schmitz und Friedrich Ludwig Meyenberg wurden deren Lehrgebiete neu aufgeteilt, Kritzler übernahm Teile der technischen Mechanik und Vorlesungen über Betriebswirtschaftslehre.


Quellen:
Vorlesungsverzeichnis
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A1 I Nr. 53.
Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B 7, Nr. 345 (Personalakte).
Daniel Weßelhöft, Von fleißigen Mitmachern, Aktivisten und Tätern. Die Technische Hochschule Braunschweig im Nationalsozialismus, Hildesheim u. a. 2012 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 6), S. 299-301.
Alfred Kuhlenkamp, Die Technische Hochschule Braunschweig im Krieg 1939-1945 und im ersten Nachkriegsabschnitt bis 1947, Braunschweig 1976, S. 7, 116-119, 182.
Internet-Ressourcen:
GND: 101618948

[GND-Link auf diese Seite: https://profkat.tu-braunschweig.de/resolve/gnd/101618948]


eingestellt / geändert:
24.03.2017 / 16.08.2023