| 1930-1937 | Technische Hochschule (1878-1937) |
| 1937-1942 | Technische Hochschule (1937-1967) |
| Zellstoff und Lignin, (synthetische) Herstellung des Strohzellstoffs |
| Magnetismus der Eisenoxyde und -oxychloride |
| Natrium-, Silicium- und Kupferferrite |
| evangelisch-lutherisch |
| Vater: | Bruno Hilpert, Kapellmeister |
| Mutter: | Marie Hilpert, geb. Sering |
| Ehefrau: | Adele Hilpert, geb. Bösener, Heirat am 17.12.1919 |
| Tochter: | Erica Hilpert, geb. 1921 |
| Sohn: | Heinz Hilpert, geb. 1922 |
| 1902 | Humanistisches Gymnasium in Hannover, Abitur |
| 1902-1905 | Studium der Chemie in Berlin |
| 1905-1907 | Privatassistent bei Emil Fischer in Berlin |
| 1907-1910 | Assistent an der Königlich Technischen Hochschule zu Berlin |
| 1910-1914 | Privatdozent für Metallurgie und anorganische Chemie an der Königlich Technischen Hochschule zu Berlin |
| 1914-1916 | Professor und Abteilungsvorstand des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Kohleforschung in Mülheim an der Ruhr |
| 1916-1921 | bei Stinnes und der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten-AG |
| 1921-1926 | Vorsteher/Generaldirektor der Koholyt A.G. in Königsberg |
| 1921-1930 | Honorarprofessor an der Technischen Hochschule zu Berlin |
| 1945 | Beraterstelle bei der Zellstoff-Fabrik in Waldhof |
| 1950-1951 | Auswanderung in die USA |
| Promotion | 1905 | Dr. phil. bei Emil Fischer und Nernst an der Universität Berlin Titel der Arbeit: "Chemische Lichtwirkungen. Über Reaktionen des 4-Amido-Z-nitrostilbens“ (magna cum laude) |
| Habilitation | 1909 | an der Königlich Technischen Hochschule zu Berlin |
| 1931-1939 | Leiter des Institutes für chemische Technologie |
| 1935-1937 | Dekan der Abteilung für Chemie |
| Siegfried Hilpert plante 1937 Arbeiten auf dem Gebiet der Zellstoffchemie zu intensivieren, der Plan scheiterte wegen der Erweiterung des Instituts in Richtung Brennstoffchemie. |
| 1938 wurde auf Siegfried Hilperts Initiative das Institut für landwirtschaftliche Technologie gegründet. |
| Mit seiner Familie reiste Siegfried Hilpert im August 1939, zwei Wochen vor Kriegsbeginn, über die Schweiz nach Frankreich, um sich dort mit Wissenschaftlern der Universität Strasbourg zu treffen. Durch den Kriegsausbruch und aufgrund von fehlerhaften Papieren wurde er wegen Spionageverdachts verhaftet und mit seiner Familie bis 1940 in Frankreich interniert. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde Hilpert am 03.10.1940 von der Gestapo verhaftet und auf Anordnung des Reichssicherheitshauptamtes nach Berlin überführt. Am 10.02.1942 wurde er wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Das rechtskräftige Urteil wurde jedoch zunächst ausgesetzt und später durch Begnadigung in eine fünfjährige(?) Haftstrafe umgewandelt. Auf seinen Lehrstuhl kehrte Hilpert nicht mehr zurück. |
| Vorlesungsverzeichnis |
| Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 I Nr. 276. |
| Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. A 1 I Nr. 247. |
| Universitätsarchiv TU Braunschweig, Best. B 7 Nr. 309 (Personalakte). |
| Michael Wettern, Daniel Weßelhöft, Opfer nationalsozialistischer Verfolgung an der Technischen Hochschule Braunschweig 1930 bis 1945, Hildesheim u. a. 2010 (Veröffentlichungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, 5), S. 135-137. |
| Klaus Erich Pollmann, Hochschulpolitik und Hochschulentwicklung nach 1945, in: Walter Kertz (Hrsg.), Technische Universität Braunschweig. Vom Collegium Carolinum zur Technischen Universität 1745-1995, Hildesheim u. a. 1995, S. 601-643, S. 606f. |
| TU Braunschweig, Institut für Technische Chemie: ›1863-2013. 150 Jahre Institut für Technische Chemie an der Technischen Universität Braunschweig‹, September 2013. Digitalisat auf: docplayer.org |
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GND: 116892242
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